Schule und Erziehung

Rechtsgrundlagen Religiöse Freizeiten

Schulrechtlich sind Besinnungstage/Schulendtage durch einen Erlaß des Kultusministers von 1983 und einem Schreiben des Schulkollegiums Münster von 1984 abgesichert. Wegen der rechtlichen Bedeutung folgen beide Texte im Wortlaut:

RdErl. d. Kultusministers v. 22. Dezember 1983, BASS 14-16 Nr. 2

IC 1.03-0/1-Nr. 18 22/83GABI. NW. 2/1984, S. 70

* 1. Religiöse Freizeiten können als Schulveranstaltungen in der besonderen Form des Schullandheimaufenthaltes gemäß Nr. 11.4 der Richtlinien für Schulwanderungen und Schulfahrten außerhalb des planmäßigen Unterrichts zur Ergänzung und Vertiefung der Bildungs- und Erziehungsarbeit des Religionsunterrichts durchgeführt werden. Sie werden in der Regel vom Religionslehrer geleitet. Sie können in Schulen, in denen Religionslehre ordentliches Fach ist, für Schüler, die am Ende des Schuljahres die Schule verlassen, und für Schüler der Klasse 10 des Gymnasiums und der Gesamtschule durchgeführt werden. Hierfür können im Schuljahr höchstens eine Woche, bei Teilzeitschulen 2 Unterrichtstage in Anspruch genommen werden. Bei der Rahmenentscheidung der Schulkonferenz (Nr. 2.1 WDL) sind entsprechende Planungen des Religionslehrers so zu berücksichtigen, daß eine langfristige angemessene Vorbereitung solcher Veranstaltungen gewährleistet ist.

2. Religiöse Exerzitien, die von der Kirche für Schulen durchgeführt werden (Rüstzeiten, Exerzitien, Einkehrtage), sind keine Schulveranstaltungen.*

Besinnungstage sind Veranstaltungen im Sinne von Absatz 1.

Brief des Schulkollegiums Münster vom 12. 12. 1984:

* Religiöse Freizeiten ergänzen und vertiefen die Bildungs- und Erziehungsarbeit des Religionsunterrichts zu Zeiten, die für Entschei-dungen der Schüler von besonderer Bedeutung sind. Sie können für Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 13 bzw. 12 durchgeführt werden. Sie werden in der Regel vom Religionslehrer geleitet, der sich der Hilfe anderer Theologen bedienen kann. Der Runderlaß des Kultusministers des Landes Nordrhein-Westfalen vom 22. 12. 1983 hat diesen Bereich geregelt. Die Schulkonferenz ist mit religiösen Freizeiten entsprechend § 5 (2) Satz 4 SchMG befaßt. Sie fällt bei der religiösen Freizeit Rah-menentscheidungen wie bei Schulwanderungen und Schulfahrten. Dabei sind, wie der Runderlaß vom 22. 12. 1983 betont, "ent-sprechende Planungen des Religionslehrers so zu berücksichtigen, daß eine langfristige angemessene Vorbereitung solcher Veranstaltungen gewährleistet ist.*

Richtlinien:

Darüber hinaus wird in den Richtlinien der einzelnen Schulformen auf die Religiösen Freizeiten hingewiesen und ihr Stellenwert im Rahmen des Schullebens hervorgehoben.

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Erzbistum Paderborn