Schule und Erziehung

Informationen zu glauben-leben-lernen PRAKTISCH

Warum ein Praktikum in kirchlichen Einrichtungen?

Religionslehrer/innen wirken sowohl im Auftrag des Staates wie der Kirche, die Kirche gehört zum institutionellem Kontext der späteren beruflichen Tätigkeit.

Wer eine kirchliche Unterrichterlaubnis beantragt, gibt folgende Erklärung ab: „Ich versichere, dass ich persönlich am Leben dieser Kirche aktiv teilnehme und mich meinen Schülerinnen und Schülern gegenüber dazu bekennen will.“ Nicht immer ist aus verschiedenen Gründen ein lebendiger Bezug zu Kirche und Gemeinde gegeben, oft liegen persönliche Erfahrungen weit zurück oder beschränken sich auf einen kleinen Ausschnitt kirchlicher Praxis.

Dieses Praktikum dient dazu, während der Studienzeit konkrete Erfahrungen mit kirchlicher Praxis zu machen und sich mit den jeweiligen Personen und Inhalten auseinanderzusetzen. 

Anrechenbar ist das aktuelle Engagement in der Heimat- oder Hochschul-Gemeinde oder im Bereich der kirchlichen Kinder-, Jugend-, Verbandsarbeit. Darüber hinaus aber gibt es die Möglichkeit, ein neues und interessantes Praxisfeld in einer karitativen, sozialen oder pädagogischen Einrichtung oder in einem Projekt der Kirche (im In- oder Ausland) kennen zu lernen. 

Formale Kriterien

Träger: eine katholische Einrichtung

  • Zeitraum: 2-3 Wochen Blockpraktikum ( 80-120 Std.) oder Engagement (wöchentlich, 14tägig) über einen Zeitraum von mehreren Monaten.
  • Kombinationen von zwei oder mehr Aktivitäten sind möglich (etwa: Messdienerarbeit plus Begleitperson einer kath. Ferienfreizeit o.ä.). 

Kirchliche Praxisfelder

Gemeindepraktikum

  • Sie erleben Kirche vor Ort, indem Sie das pastorale Personal in einer Pfarrgemeinde oder dem Pastoralverbund begleiten, um die verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereiche kennen zu lernen.
  • Sie bringen sich dauerhaft ein in die Gemeindearbeit vor Ort, z.B. in einem Jugendliturgiekreis oder in die Messdienerarbeit.

 Katechese-Praktikum

  • Sie arbeiten über einen längeren Zeitraum in der Sakramentenvorbereitung einer Gemeinde mit. Sie übernehmen eigenständig Verantwortung in der Katechese, z.B. als Gruppenleiter/in in der Kommunion- oder Firmvorbereitung oder als Mitarbeiter/in in der Taufvorbereitung.
  • Die jeweiligen Gepflogenheiten vor Ort (Häufigkeit und Dauer der Treffen etc.) bestimmen Dauer und Umfang Ihres Praktikums mit.

 Kategorial-Praktikum

Kirche lebt vorwiegend sichtbar in den einzelnen Ortsgemeinden, ist aber als Lebensraum weit vielfältiger. Ob in kirchlichen Einrichtungen (Caritas, Bildungs-arbeit, Jugendarbeit), bei seelsorglichen Aufgaben in öffentlichen Einrichtungen (Gefängnis, Krankenhaus, Schulseelsorge) – es gibt viele Facetten, Kirche zu erleben. Wenn Sie hier Interesse haben, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Sie gehen in eine Institution (z.B. Gefängnis, Krankenhaus, Bildungshaus; HOT) und begleiten die jeweiligen Seelsorger bzw. pastoralen Mitarbeiter/innen.
  • Sie führen ein religionspädagogisches Projekt z.B. in einem katholischen Kindergarten (vgl. Leitfaden) oder im Bereich der kirchlichen Jugendarbeit durch.
  • Sie lassen sich ausbilden zur freien Mitarbeit bei Religiösen Schulwochen bzw. Orientierungstagen. Dort werden Sie als Moderator/in in überschaubaren Schülergruppen eingesetzt, um in dieser Leitungsfunktion konstruktive Gespräche über Gott und die Welt in Gang zu setzen. (www.religioeseschulwoche.de oder www.jugendhaus-hardehausen.de)

FORMEN DER PRAXISREFLEXION

  • Sie suchen sich vor Ort eine/n Ansprechpartner/in, mit der/dem Sie während des Praktikums Ihre Erfahrungen reflektieren können.
  • Sie reflektieren in einem Praktikumsbericht auf 2-3 Seiten anhand von Leitfragen Ihre Erfahrungen. Siehe dazu: Leitfaden_Praktikumsbericht.doc ODER
  • Erkundigen Sie sich im Mentorat bzw. an Ihrer Universität nach den Möglichkeiten, das Kirchenpraktikum als Berufsfeldpraktikum anrechnen zu lassen!
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Erzbistum Paderborn