Schule und Erziehung

"Sie sind Pioniertheologen von heute!"

Erzbischof Hans-Josef Becker begrüßt die Religionspädagogen auf der Freitreppe vor dem Paradiesportal des Domes. Paderborn, 25.11.2016 Erzbischof Hans-Josef Becker hat an 44 junge Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Krypta des Hohen Doms die Missio-canonica, die kirchliche Beauftragung zum Dienst der Verkündigung im katholischen Religionsunterricht, verliehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Schulformen waren aus dem gesamten Erzbistum bereits am Morgen nach Paderborn zu einem gemeinsamen Tagesprogramm gekommen.

Erzbischof Hans-Josef Becker dankte den neuen Religionslehrerinnen und -lehrern dafür, dass die Rede von Gott in vielen unserer Schulen und damit auch in weiten Bereichen unserer Gesellschaft nicht tabuisiert oder längst vergessen sei. Ähnlich wie "Pionierpflanzen", die sich besonder gut ihrer kargen und mitunter lebensfeindlichen Umwelt anpassen können, zählen Religionspädagogen zu den „Pioniertheologen“ von heute: Frauen und Männer, die Kindern und Jugendlichen aus der Perspektive des christlichen Gottesglaubens Lebensorientierung ermöglichen.

Diejenigen, die heute die "Missio" erhalten, sind Gesandte. Daher betont Erzbischof Becker in seiner Predigt einen zweiten Aspekt: "Wer gesendet wird, muss zuvor gerufen werden. Für eine Mission braucht es eine Berufung. Die Kirche bestätigt Ihnen heute, dass Sie berufen sind. Sie sind von Gott gerufen, Religionsunterricht zu erteilen, am Verkündigungsauftrag der Kirche teilzuhaben – durch die Missiourkunde haben Sie es schwarz auf weiß. Sie bekommen nicht nur eine Unterrichtserlaubnis, sie machen nicht nur einen Job. Sie haben nun einen offiziellen Auftrag in der Kirche."

Dompropst Joachim Göbel im Gespräch mit (v. r.n.l.) Daniela Ulmke (Fröndenberg), Jana Handels (Lübbecke) und Sebastian Kube (Marsberg). Erzbischof Becker ermuntert die jungen Menschen, die am Anfang ihrer beruflichen Lehrerlaufbahn stehen, ausdrücklich dazu, im Gespräch und im Handeln die gedankliche und argumentative Kraft des Christentums zu entfalten und die Liebe Gottes stets neu zu suchen und zu entdecken.

Am Vormittag hatte Dompropst Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, die Teilnehmer im Liborianum begrüßt. Anschließend entwickelten sie im Gespräch mit dem Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn ihre spirituelle Dimension des (Religions-)Lehrerseins. Dabei wurden sie von Referentinnen und Referenten des IRUM  - Lioba Kolbe, Brigitte Zein-Schumacher, Alexander Schmidt und Dr. Siegfried Meier - unterstützt .

Nach dem gemeinsamen Mittagessen erkundeten sie unter der Führung von Dompropst Göbel, Prälat Theodor Ahrens und Studiendirektor i. R. Hermann-Josef Vogt  den Hohen Dom zu Paderborn. An ausgewählten Beispielen erfuhren die Teilnehmer, wie frühere Generationen ihren Glauben in Steinen, Baukonzeptionen und liturgischen Gegenständen zum Ausdruck gebracht haben. Zu diesem Programmpunkt sowie zur anschließenden Feier der Hl. Messe waren auch die Angehörigen eingeladen.

 

 

 

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