Schule und Erziehung

"In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst."

Auf der Freitreppe vor dem Liborianum präsentieren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kreis der Referenten mit Dompropst Joachim Göbel (Mitte). Paderborn, 7.3.2016 In der Krypta des Hohen Domes hat Dompropst Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, die Missio canonica an 39 junge Religionslehrerinnen und –lehrer verliehen. Im Rahmen einer Heiligen Messe überreichte er ihnen die Urkunde.

In seiner Predigt verglich der Dompropst das Leben mit einer Sammlung von Bildern in Fotoalben. Aber dort gäbe es meist nur die halbe Wahrheit zu sehen. Es fehlten die Niederlagen, die Opfer, die Verlierer. Es fehle das Weinen und das Versagen. Aber gerade das sei im Kreuz Christi, das die jungen Religionslehrenden am Vormittag in der Beschäftigung mit dem Zukunftsbild bedacht und gestaltet hatten, aufgehoben. Mit Bezug auf den Propheten Hosea stellte der Prediger heraus: Gott liebt das unheilbar Kranke. Er heilt aus Großmut im `lieben Ton´, er lässt wachsen und fruchtbar sein. "Ich bin wie der grünende Wacholder, an mir findest du reiche Frucht".

Eine solche Liebe sieht im Anderen den Nächsten. Für Religionslehrerinnen und Religionslehrer seien die Schülerinnen und Schüler ihre Nächsten. "Schauen Sie sie mit anderen Augen an, manchmal zumindest", so Göbel. Für all das dürfe man Stärkung erwarten von dem eigenen Schauen, das Gott selbst sucht. Nicht zuletzt dazu wolle der Missio-Tag in Paderborn ermuntern.

Bereits am Morgen hatten sich die Teilnehmer aus dem gesamten Erzbistum in Paderborn im Liborianum zu einem gemeinsamen Tagesprogramm getroffen. Hier widmeten sie sich am Vormittag vor allem dem neuen Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn.

Zum Einstieg stand das Zukunftskreuz im Mittelpunkt der Betrachtung, das in seiner Vielfarbigkeit und Vielgestaltigkeit ein Symbol für die Kirche ist. Nur mit Hilfe der farbigen Flächen wird das in weiß gehaltene Kreuz Jesu Christi sichtbar. Gerhard Krombusch, Direktor des Instituts für Religionspädagogik und Medienarbeit, leitete durch den Tag und stellte ein Wort des Heiligen Augustinus in den Mittelpunkt: "In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst."

In einem zweiten Teil begaben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Spurensuche nach den spirituellen Quellen des (Religions-)Lehrerseins. "Was trägt uns auf Dauer", war die Leitfrage. Erste Antworten fanden sie in einem Filmgespräch (Der Kubist), in einer Betrachtung von Bildbotschaften von Jesus als dem Christus und in einer Gehmeditation. Am Nachmittag lernten sie den Hohen Dom als Glaubenszeugnis eines steingewordenen Glaubens kennen.

 

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Erzbistum Paderborn