Schule und Erziehung

"Sympathie und Leidenschaft - für Gott und die Menschen"

Gruppenbild mit Weihbischof Hubert Berenbrinker auf der Treppenanlage vor dem Paradiesportal des Paderborner Doms. Paderborn, 22.6.2015 In der Krypta des Hohen Domes hat Weihbischof Hubert Berenbrinker die Missio canonica an 42 junge Religionslehrerinnen und –lehrer verliehen. Im Rahmen einer Heiligen Messe überreichte er ihnen die Urkunde und segnete sie anschließend für ihren Dienst in der Schule.

In seiner Predigt erinnerte Weihbischof Berenbrinker die jungen Religionspädagogen an eine besondere Herausforderung des Lehrerseins, den Menschen so anzunehmen, wie er ist und nicht wie man ihn gern hätte.  Daher bestehe gerade für Lehrer eine besondere Herausforderung darin, auch den Schülern mit Sympathie zu begegnen, die aus welchen Gründen auch immer, uninteressiert sind, deren Sozialverhalten zu wünschen übrig lässt, die zwar am Religionsunterricht teilnehmen, ihn aber nicht mittragen. Nach Weihbischof Berenbrinker ist Smypathie der erste Schritt, dem ein weiterer folgen müsse: "Wir müssen eine Leidenschaft für diese Menschen entwickeln. Nur wenn wir dem Menschen mit Sympathie auf Augenhöhe begegnen, nur wenn wir das Gute sehen, dass es in jedem Menschen gibt, nur wenn es so zu einem Dialog kommt zwischen mir und ihm, wird er auch mein Sprechen von dem Gott ernst nehmen, für den ich stehe."

Weihbischof Hubert Berenbrinker (li.) im Gespräch mit (v.l.n.r.) Annekristin Hayduk (Bönen), Carina Zschutschke (Drolshagen) und Artur Lemanzcyk (Siegen). Bereits am Morgen hatten sich die Teilnehmer aus dem gesamten Erzbistum in Paderborn im Liborianum zu einem gemeinsamen Tagesprogramm getroffen. Den Missio-Tag hatte der Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, Dompropst Msgr. Joachim Göbel, mit einem herzlichen Dank an die neuen Religionslehrkräfte für ihren unverzichtbaren Dienst in der Schule eröffnet. Dann erarbeiteten die Teilnehmer gemeinsam mit Direktor Gerhard Krombusch, Leiter des Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit (IRUM), als Einstieg in den Tag die Bedeutung des zentralen Symbols des „Zukunftsbildes für das Erzbistum Paderborn“: Die sichtbare Vielgestalt der Formen und Farben bringen die zum Kreuz geordneten schlichten weißen Linien zum Leuchten: Jesus Christus wird sichtbar in der Welt, wenn Menschen ihre Farbe, ihre Charismen ins Spiel bringen und sich zu ihm bekennen. In diesem Prozess spielen Religionslehrerinnen und Religionslehrer mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten für junge Menschen eine oft entscheidende Rolle.

In mehreren Arbeitsgruppen reflektierten die Teilnehmer die spirituelle Dimension des (Religions-)lehrerseins und begaben sich auf die Suche nach spirituellen Impulsen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen erkundeten sie unter der Leitung von Direktor Gerhard Krombusch (IRUM) den Hohen Dom zu Paderborn. An ausgewählten Beispielen erfuhren die Teilnehmer, wie frühere Generationen ihren Glauben in Steinen, Baukonzeptionen und liturgischen Gegenständen zum Ausdruck gebracht haben.

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Erzbistum Paderborn