Schule und Erziehung

"Seien Sie nicht nur Brückenbauer, sondern auch Pfadfinder!"

Gruppenbild mit Dompropst Joachim Göbel auf der Treppe vor der Kapuzinerkirche. Paderborn, 21.11.2014 In der Krypta des Hohen Domes hat Dompropst Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, die Missio canonica an 52 junge Religionslehrerinnen und –lehrer verliehen. Im Rahmen einer Heiligen Messe überreichte er ihnen die Urkunde und segnete sie anschließend für ihren Dienst in der Schule.

In seiner Predigt ermunterte Dompropst Göbel die jungen Religionspädagogen, für ihre Schülerinnen und Schüler nicht nur Brückenbauer, sondern auch Pfadfinder zu sein, ihnen einen Weg zu zeigen, zur Familie Christi zu gehören. Das geschieht natürlich zunächst im Religionsunterricht. Eine Religionslehrerin oder ein Religionslehrer sind darüber hinaus mit ihrer ganzen Persönlichkeit gefragt. "Durch Taufe und Firmung berufen und befähigt, von Jesus Christus zu erzählen, seinen Weg auf Ihre je eigene Weise vorzuleben. Sie sind durch die Missio canonica von der Kirche, von Ihrem Bischof beauftragt, den Glauben nicht nur zu lehren, sondern auch zu bezeugen. Eine der spannendsten Fragen für Schüler im Religionsunterricht ist immer die: Und, glauben Sie das denn?", so Dompropst Göbel. Eine große Aufgabe und Herausforderung zugleich, auf die sich aber Lehrerinnen und Lehrer gerade am Anfang ihrer Berufszeit einlassen können, meint Dompropst Göbel: "Als Christen können wir das in großer Gelassenheit und Sicherheit tun: Egal, welches Lehrerzimmer oder Klassenzimmer wir betreten – Gott ist immer schon da. Wir bringen ihn nicht mit, wir helfen nur, ihn zu entdecken."

Bereits am Morgen hatten sich die Teilnehmer aus dem gesamten Erzbistum in Paderborn im Liborianum zu einem gemeinsamen Tagesprogramm getroffen. In einem Eingangsimpuls stellte Gerhard Krombusch, Direktor des Instituts für Religionspädagogik und Medienarbeit, grundlegengde Gedanken des Zukunftsbildes im Erzbistum Paderborn vor, das Erzbischof Hans-Josef Becker vor wenigen Wochen in Kraft gesetzt hatte. Im Mittelpunkt der Betrachtung stand ein gestaltetes Kreuz, das zukünftig als Symbol für dieses Zukunftsbild dienen soll. Dieses Kreuz überrascht durch die Vielgestaltigkeit von Formen und Farben. - "ein Bild für die vielen Menschen und heute für die vielen Schülerinnen und Schüler, für ihre Lebensräume und auch für uns, die Religionslehrerinnen und Religionslehrer", so Krombusch.

Wenn sich alle Flächen um Jesus Christus als gemeinsame Mitte sammeln, gewinnen sie Form. Das scheinbare Chaos bekommt eine erkennbare Gestalt. Die bunten, unterschiedlichen Flächen lösen sich in der Kreuzgestalt übrigens nicht auf, sie verschmelzen nicht zu einer einheitlichen Dompropst Joachim Göbel im Gespräch mit (v.l.n.r.) Katharina Lepping, Simone Rehmes und Vincent-Marten Lange. Masse. Sie behalten ihre Eigenschaften, bleiben unterschiedlich und sind als Einzelne erkennbar. Direktor Gerhard Krombusch bringt den Zusammenhang von der Gestalt des Kreuzes vom Zukunftsbild zum Wirken der Religionsleherinnen und Religionslehrer auf den Punkt: "Die beiden Linien, die das weiße Kreuz bilden, sind eigentlich auf weißem Grund gezogen und werden nur durch den farbigen Hintergrund sichtbar. Die bunten Flächen sind also dafür verantwortlich, dass das Kreuz, das auf Jesus Christus verweist, leuchten kann. Mit anderen Worten: Jesus Christus wird sichtbar in der Welt, wenn die Menschen, ihre Farbe ins Spiel bringen und sich zu ihm bekennen. In diesem Prozess spielen Religionslehrerinnen und Religionslehrer mit ihren Charismen und ihrem Können eine oft entscheidende Rolle."

 

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Erzbistum Paderborn