Schule und Erziehung

Katholischer Religionsunterricht heute

„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1 Petr 3,15) Diese Worte beschreiben eine Zielsetzung für den katholischen Religionsunterricht in der Schule. Er erschließt die Hoffnung der Kirche im Dialog mit den Fragen der Schülerinnen und Schüler nach dem Woher, Wohin und Wozu ihres Lebens. Damit leistet er einen eigenständigen, von anderen Unterrichtsfächern nicht ersetzbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Weltorientierung im Rahmen schulischer Bildung.

Darüber hinaus ist die Tradierung der Hoffnung, von der die Kirche lebt, auch für die Humanität der Schule und der Gesellschaft von hoher Bedeutung.

Heute kann der Religionsunterricht sein Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortlichem Denken und Handeln im Hinblick auf Religion und Glaube zu befähigen und Glaube zu ermöglichen, nur erreichen, wenn er gemäß seiner gewachsenen Bedeutung weiterentwickelt wird.

Zukünftig wird der Religionsunterricht in der Schule sich drei Aufgaben mit noch größerem Nachdruck stellen müssen, nämlich

• der Vermittlung von strukturiertem und lebensbedeutsamem Grundwissen über den Glauben der Kirche,

• dem Vertrautmachen mit Formen gelebten Glaubens und

• der Förderung religiöser Dialog- und Urteilsfähigkeit.

(vgl. Die deutschen Bischöfe: „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“, 2005)

Der Religionsunterricht wird als ordentliches Unterrichtsfach an öffentlichen Schulen in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der betreffenden Kirche oder Religionsgemeinschaft erteilt. Er unterliegt der staatlichen Schulaufsicht. Seine rechtlichen Grundlagen sind in Art. 7 Abs. 3 GG (BASS 0 – 1), Art. 14 LV. NRW. (BASS 0 – 2), § 31 SchG NRW (BASS 1 – 1) und den Vereinbarungen zwischen dem Land und den Kirchen (BASS 20 – 52 Nr. 2, BASS 20 – 53 Nr. 1) geregelt.

(vgl. „Religionsunterricht an Schulen“ ; RdErl. d. Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder v. 20. 6. 2003 (ABl. NRW. S. 232); BASS 12-05 Nr. 1.

Zur Erteilung dieses konfessionellen Religionsunterrichts ist neben der fachlichen Qualifikation eine kirchliche Bevollmächtigung (Missio canonica, Kirchliche Unterrichtserlaubnis) erforderlich. Damit „nimmt der Bischof im Auftrag der Kirche den angebotenen Dienst des Religionslehrers an; zugleich wird so die Solidarität der Kirche mit dem Religionslehrer und des Religionslehrers mit der Kirche bekundet.“ (vgl. Synodenbeschluss: „Der Religionsunterricht in der Schule“ 1974)

Durch vielfältige, auch schulformbezogene und regionale Fortbildungen, durch Bereitstellung von Materialien und Medien, durch schulpastorale Begleitung sowie durch Vorhalten eines differenzierten Beratungsangebots unterstützt die Hauptabteilung Schule und Erziehung die wichtige Arbeit der Religionslehrkräfte im Erzbistum Paderborn.

In Fragen der Unterrichtsversorgung, des Personaleinsatzes und der kirchlichen Bevollmächtigung steht als Ansprechpartner zur Verfügung:

Roland Gottwald, Schulrat i.K. Schulrat i. K. Roland Gottwald
05251/ 125-1217
roland.gottwald@erzbistum-paderborn.de

 


Derzeit unterrichten ca. 6000 Lehrerinnen und Lehrer das Fach Katholische Religionslehre an Schulen im Bereich des Erzbistum Paderborn; mehr als 270 000 Schülerinnen und Schüler nehmen allwöchentlich daran teil.

 

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