Schule und Erziehung

Dr. Rainer Gantenbrink in den Ruhestand verabschiedet

Paderborn, 1.9.2010 In einer Feierstunde wurde StD i. K. Dr. Rainer Gantenbrink nach 15 Jahren als Referent der Abteilung Katholische Schulen in freier Trägerschaft in den Ruhestand verabschiedet. Die Verabschiedung begann mit einer Heiligen Messe in der Krypta des Hohen Domes, die von Domkapitular Msgr. Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, zelebriert wurde.

In seinen Abschiedsworten skizzierte Abteilungsleiter StD i. K. Edmund Hermwille kurz den Lebensweg des scheidenden Kollegen.

1945 in Leipzig geboren legte er 1966 sein Abitur am Walram-Gymnasium in Menden ab und absolvierte danach einen 2jährigen Wehrdienst, den er als Leutnant der Reserve verließ. Anschließend nahm er ein Studium an der damaligen Pädagogischen Hochschule Ruhr (Dortmund) auf in den Fächern Deutsche Sprache und Literatur sowie Geografie und Künstlerisches Werken. 1971 legte er die I. Staatsprüfung für das LA an Grund- und Hauptschulen ab.  

Nach 1jährigem Referendariat und dem II. Staatsexamen waren er zwei Jahre als Lehrer an der Hauptschule II in Hemer tätig.

Es folgte eine 4jährige Abordnung als Förderassistent an die Pädagogische Hochschule Ruhr. In dieser Zeit schrieb er seine Dissertation; im Januar 1978 wurden er – im Alter von 32 Jahren – zum Dr. päd. promoviert. Von 1978 bis 1986 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Dortmund im Fachbereich Deutsch. In dieser Zeit haben er Lehrveranstaltungen für allgemeinbildende Schulen angeboten sowie Lehramtspraktika an Gymnasien geplant und durchgeführt. Es folgte ein 1semestriger Lehrauftrag sowie ein Jahresvertrag als wissenschaftlicher Angestellter im Fachbereich Deutsch.

Vom 1.8.1987 an wechselte Dr. Gantenbrink als Lehrer an der Gesamtschule Dortmund-Gartenstadt mit den Fächern Deutsch, Pädagogik und Geografie. In den folgenden Jahren hat er seine Qualifikation nochmals ausgebaut und die Erweiterungsprüfung für das Lehramt für die Sek. II in den Fächern Deutsch und Pädagogik abgelegt. Ab SS 1993 wandte er sich mit einem Lehrauftrag im Fachbereich Deutsch an der Universität Dortmund erneut neuen Aufgaben zu; 1994 wurde er zum Mitglied des Staatlichen Prüfungsamtes für I. Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen berufen.

Diese fundierten schulischen und universitären Erfahrungen prädestinierten Dr. Gantenbrink für seine Tätigkeit in der Schulabteilung des Erzbischöflichen Generalvikariates, die geprägt war von schulaufsichtlichen und schulfachlichen Schwerpunkten. Diese Stelle trat er zum 1.8.1995 an und hat in den kommenden 15 Jahren als Referent und Mitarbeiter in der kirchlichen Schulaufsicht seine Aufgaben mit großem Engagement und mit vollem Einsatz für die ihm zugewiesenen Schulen wahrgenommen.

Stets habe er, so Edmund Hermwille, die Interessen des Erzbistums als privater Schulträger mit Vehemenz vertreten, und so manche Kollegin oder mancher Kollege der staatlichen Schulaufsichtsbehörde habe einen mehr als deutlichen Hinweis erhalten, wenn sie oder er eine unserer Schulen wie eine staatliche Schule zu behandeln drohte. Aber nicht nur deswegen seien ihm die staatlichen Kollegen mit großem Respekt begegnet – sondern vor allem auch, weil sie seine Kompetenz und seine langjährige Erfahrung zu schätzen wussten. Die Betreuung der Schulen erfolgte mit einem hohen Maß an persönlicher Zuwendung

Den Weggang von Dr. Gantenbrink wertete sein Abteilungsleiter als großen Verlust. "In all Ihrem Tun haben Sie sich stets mit Ihrer ganzen Überzeugung für unsere katholischen Schulen eingesetzt: dafür, geeignete Lehrkräfte zu gewinnen, für ein gutes Verhältnis zwischen Schulträger und Schulen zu sorgen, die Qualität des Unterrichts zu steigern, das Profil der Schulen zu schärfen und damit ihren guten Ruf zu festigen. Eine ganz besondere Unterstützung haben die Schulen durch Sie erfahren, als sie vor Jahren den Auftrag erhielten, ein je eigenes Schulprogramm zu schreiben.

Für Ihre Arbeit, die Sie in den vergangenen 15 Jahren in der Schulabteilung geleistet haben, sagen wir Ihnen ganz herzlichen Dank und: Vergelts Gott. Für die nun beginnende Zeit des Ruhestands wünschen wir Ihnen und Ihrer verehrten Gattin das Gefühl von viel freier Zeit und Muße, Gelassenheit, Gesundheit, viele neue Ideen und Pläne und zu all dem Gottes reichen Segen."

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Erzbistum Paderborn