Schule und Erziehung

Erzbischof Hans-Josef Becker betont Bedeutung des Religionsunterrichts

„Wir müssen alles dafür tun, dass nicht eine ganze ‚Generation Corona‘ entsteht und bleibend benachteiligt wird“, bekräftigt Erzbischof Hans-Josef Becker in seinem Weihnachtsbrief an Religionslehrer und Schulseelsorger.Foto: Erzbistum PaderbornPaderborn, 9.12.2020 (pdp). In seinem Weihnachtsbrief an alle Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Erzbistum Paderborn unterstreicht Erzbischof Hans-Josef Becker die große Bedeutung des Religionsunterrichts im Kontext der Schule. „Wie kein anderes Fach vermag es der Religionsunterricht, jungen Menschen aufzuzeigen, dass die Tür zum Himmel und auch zum Leben für sie weit geöffnet ist, dass sich Gottes Träume auch in schwerer Zeit verwirklichen können.“

Zugleich bedankt sich der Paderborner Erzbischof bei den 5.400 Religionslehrern und Schulseelsorgern für ihr Engagement während der Corona-Pandemie. Dankbar schaue er auf alles, was in Familien, Gemeinden, Einrichtungen und Schulen während der Corona-Pandemie geleistet wurde und wird, versichert Erzbischof Becker in seinem Schreiben. Besonders den Schülerinnen und Schülern verlange die aktuelle Situation nach wie vor viel ab. Es müsse alles dafür getan werden, dass nicht eine ganze „Generation Corona“ entstehe und bleibend benachteiligt werde, bekräftigt der Paderborner Erzbischof, der auch Vorsitzender der Kommission Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz ist: „Wir müssen die Schülerinnen und Schüler jetzt noch mehr stärken und ermutigen, gerade im und durch den Religionsunterricht.“

Religionsunterricht niemals nur verkopft

Zu einem guten Religionsunterricht gehöre immer auch Kreativität, Empathie, Begeisterung und Leidenschaft der Lehrenden, erklärt Erzbischof Becker weiter. „Wir können nicht einfach über den Glauben reden wie über einen mehr oder minder gelehrten Sachverhalt. Unser Glaube ist immer auch praktisch, Religionsunterricht niemals nur verkopft.“ Wo Kinder und Jugendliche nach dem Lebenssinn, nach ihrem eigenen Sein sowie nach dem Wirken Gottes in der Welt fragen, da könne der Religionsunterricht Erfahrungen und Eindrücke vermitteln, die möglicherweise ein ganzes Leben bleiben. Der evangelisierende Dienst der Religionslehrerinnen und Religionslehrer spiele dabei eine zentrale Rolle.

Religionsunterricht

„Religion“ ist an Schulen in Deutschland ein ordentliches Unterrichtsfach. Religionslehrerinnen und -lehrer studieren an staatlichen Universitäten Theologie, um das Fach zu unterrichten. Im Erzbistum Paderborn besuchen 185.000 katholische Schülerinnen und Schüler an allen Schulformen den Religionsunterricht. Wöchentlich erteilen 5.400 katholische Religionslehrerinnen und -lehrer 18.500 Stunden katholischen Religionsunterricht an 1.550 Schulen. Ein Teil dieser Lehrkräfte unterrichtet an den 46 Katholischen Schulen in freier Trägerschaft, von denen 20 Schulen vom Erzbistum getragen werden.



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