Schule und Erziehung

Missionarische Sendung von Religionslehrern

Das Erzbistum Paderborn freut sich über 42 neue Religionslehrerinnen und Religionslehrer, die die Missio Canonica erhalten haben. Erzbischof Hans-Josef Becker lädt dazu ein: „Zeigen wir gemeinsam den Kindern, dass die Tür zum Himmel und auch zum Leben für sie weit geöffnet ist!“.Foto: Erzbistum Paderborn Paderborn, 6.11.2020 (pdp). „Die missionarische Sendung, die ich Ihnen heute anvertraue, hat sehr viel mit Ihrer eigenen Begeisterung und Zeugenschaft für Jesus Christus zu tun.“ Das schreibt der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker in einem Brief an die 42 Religionslehrerinnen und Religionslehrer, denen er jetzt die Missio Canonica und damit die kirchliche Beauftragung zum katholischen Religionsunterricht verlieh. Eigentlich findet die Übergabe der Missio Canonica festlich mit einem Gottesdienst und einer Begegnung in Paderborn statt. Aber aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen wurde entschieden, die Urkunde mit der bischöflichen Sendung erstmals auf dem Postweg zu den neuen Religionslehrern zu senden.

Das Erzbistum Paderborn kann sich jetzt über 42 weitere Religionslehrerinnen und -lehrer freuen, die an allen Schulformen auf dem Gebiet des Erzbistums Paderborn Schülerinnen und Schüler unterrichten und dabei ihren Glauben verkünden. „Sie geben weiter, was Gott in Ihre Hände gelegt hat und was von Gott her wirkt. Und Sie tun es im Auftrag der Kirche!“, erinnert der Paderborner Erzbischof die Religionslehrerinnen und -lehrer in seinem Schreiben.

„Ich bin voller Dankbarkeit, dass Sie sich für diesen Weg entschieden haben“, so Erzbischof Becker weiter. Er bittet darum, den Weg nun gemeinsam zu gehen. „Zeigen wir gemeinsam den Kindern, gerade in dieser schwierigen Zeit, dass die Tür zum Himmel und auch zum Leben für sie weit geöffnet ist!“

Mehrwert des Religionsunterrichts

Das IRUM unterstützt an seinen Standorten in Dortmund und Paderborn die Arbeit der Religionspädagogen mit Medien. Dazu zählen insbesondere zahlreiche audiovisuelle Medien zur Unterrichtsgestaltung, die auch online verfügbar sind. Erzbischof Hans-Josef Becker stellte zudem dankbar fest, dass nach dem Corona-Lockdown in der ersten Jahreshälfte nun mit dem aktuellen Schuljahr Religion wieder – wie jedes andere Fach des Stundenplans – an den Schulen in Nordrhein-Westfalen unterrichtet werde. Der Gewinn des regelmäßigen Religionsunterrichts sei insbesondere in Zeiten der Verunsicherung und der Krise für Schülerinnen und Schüler hoch. Dieser „Mehrwert des Religionsunterrichts“ dürfe nicht durch andere Zwänge, beispielsweise durch den Mangel an Lehrkräften für den Unterricht in anderen Fächern, beeinflusst werden.

Erzbischof Becker verwies zudem auf die Abteilung Religionspädagogik im Erzbischöflichen Generalvikariat: Sie sei für die Sicherstellung des Religionsunterrichts zuständig. Sie begleite und unterstütze die Lehrkräfte in allen Anliegen, Fragen, Problemen und Herausforderungen. „Hier stellen wir den Religionslehrerinnen und Religionslehrern kompetente Fachkräfte zur Verfügung, die ein offenes Ohr haben und mit ‚Rat und Tat‘ zur Seite stehen.“

Religionsunterricht

„Religion“ ist an Schulen in Deutschland ein ordentliches Unterrichtsfach. Lehrerinnen und Lehrer studieren an staatlichen Universitäten Theologie, um das Fach zu unterrichten. Im Erzbistum Paderborn besuchen rund 185.000 katholische Schülerinnen und Schüler an allen Schulformen den Religionsunterricht. Wöchentlich erteilen rund 5.400 katholische Religionslehrerinnen und -lehrer circa 18.500 Stunden katholischen Religionsunterricht an rund 1.550 Schulen. Ein Teil dieser Lehrkräfte unterrichtet an den 46 Katholischen Schulen in freier Trägerschaft, von denen 20 Schulen vom Erzbistum getragen werden.

Missio Canonica

Da die inhaltliche Verantwortung für den Religionsunterricht der Kirche obliegt, erhalten die Religionslehrkräfte zu ihren staatlich-fachlichen Qualifikationen eine kirchliche Beauftragung durch den jeweiligen Ortsbischof. Mit diesem Sendungsauftrag, der Missio Canonica beziehungsweise kirchlichen Unterrichtserlaubnis, leisten die vielen Religionslehrerinnen und Religionslehrer einen besonderen Dienst für die Kirche, die Gesellschaft und für die heranwachsende Generation: Sie stehen mit ihrer Person für das Evangelium vom Reich Gottes und sind damit Brückenbauer zwischen Kirche und Schule. Diese Zugehörigkeit zur Kirche zeigt sich in einer aktiven Teilnahme, die auch eine kritische Auseinandersetzung nicht ausschließt.

Unterstützung für Religionslehrkräfte

Der Bischof bietet den Religionslehrkräften in ihrer anspruchsvollen Vermittlungstätigkeit durch seine Fachabteilungen vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung an, beispielsweise Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Beratung oder Medienangebote. Dies fördert gegenseitiges Vertrauen und stärkt die Religionslehrerinnen und Religionslehrer in ihrem konkreten schulischen Dienst, den Schülerinnen und Schülern offen und entschieden, respektvoll und begleitend zu begegnen und auf diese Weise christlichen Glauben zu ermöglichen.

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