Schule und Erziehung

„Nerven-Nahrung“ für die Schulen

Ein Präsent von Generalvikar Alfons Hardt und Dompropst Joachim Göbel geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen – hier an die St.-Walburga Realschule Meschede. Es freuen sich Schulleiter Matthias Laumann, Frank Wengenmaier, stellvertretende Schulleiterin Claudia Heitkamp-Kappest.Foto: Thomas Throenle / Erzbistum PaderbornPaderborn / Brilon / Meschede, 12.8.2020 (pdp). „Für uns alle war das von der Corona-Pandemie geprägte vergangene halbe Jahr eine neue Erfahrung: Wir mussten viel lernen.“ Mit diesen Worten brachten Frank Wengenmaier und seine Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Rundreise zu den zwanzig Katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn auf den Punkt, was hier in dieser Zeit geleistet wurde. Sie alle überbrachten kurz vor Beginn des neuen Schuljahres die Grüße und den Dank von Generalvikar Alfons Hardt und Dompropst Monsignore Joachim Göbel als Bereichsleiter Schule und Hochschule an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neun Gymnasien, sieben Realschulen, drei Berufskollegs, der Grundschule und zwei Bündelschulen in Trägerschaft des Erzbistums. Und das durchaus handfest und konkret: alle 900 Lehrerinnen und Lehrer sowie alle Verwaltungsmitarbeiter wurden ausgestattet mit „Nerven-Nahrung“ wie Schokolade, Honig, Traubenzucker und dazu einer Trinkflasche.

Bei seinem Besuch an der Marienschule Brilon und der St.-Walburga-Realschule in Meschede, die jeweils vom Erzbistum Paderborn getragen werden, erinnerte Wengenmaier, dass während der Corona-Pandemie von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schulen „aus dem Stehgreif“ eine selbst für den Schulbereich in dieser Form noch nie dagewesene Flexibilität gelernt werden musste: „Wir mussten lernen, dass wir nicht mehr alles kontrollieren und planen können, wir mussten lernen, Dinge hinzunehmen, wie sie sind, Entscheidungen anderer umzusetzen, und das Beste aus der tagesaktuellen Situation zu machen.“

Dank und Respekt

Daumen hoch: „Wir schaffen das!“ – Das Kollegium der St.-Walburga-Realschule in Meschede hat sich auf die Corona-Situation eingestellt.Foto: Thomas Throenle / Erzbistum PaderbornWengenmaier überbrachte die Dankesworte von Generalvikar Alfons Hardt und von Dompropst Monsignore Joachim Göbel als Leiter des Bereichs Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat, von dem die zwanzig, über das ganze Erzbistum Paderborn verteilten Schulen in Trägerschaft der Erzdiözese begleitet werden. „Wir danken Ihnen für die in den vergangenen Monaten geleistete Arbeit, für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre Bereitschaft, sich neuen Situationen zu stellen und diese so konstruktiv wie möglich anzugehen.“

Zu den Mitarbeitenden in den Sekretariaten und zu den Hausmeistern an den Schulen sagte der Leiter der Schulverwaltung im Erzbischöflichen Generalvikariat im Namen von Generalvikar Hardt und Dompropst Göbel: „Sie haben wie gewohnt mit viel Einsatz, unaufdringlich und zuverlässig im Hintergrund agiert. Unser Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern, die ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag sowohl in Distanz als auch Präsenz so gut, wie es die jeweiligen Umstände zuließen, wahrgenommen haben. Nicht nur die veränderte Lehr- und Lernsituation erforderte viel Kraft und Energie, auch die Auseinandersetzung mit der Digitalisierung im Unterricht musste in einer gefühlten Überschallgeschwindigkeit bewerkstelligt werden.“ Und auch der Schulleitung wurde für den Einsatz in Corona-Zeiten gedankt: „Ihr Einsatz, Ihr Kümmern und Ihr Sorgen um die Schulgemeinschaft verdienen allerhöchsten Respekt“.

„Bei uns geht keiner verloren“

„Gewohnte Rituale müssen neu geplant werden, teilweise müssen neue Wege gegangen werden“, sagt Schulleiter Jürgen Mehler stellvertretend für das Kollegium der Marienschule Brilon.Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn„Es war und ist auch weiterhin in der Zeit der Corona-Pandemie im Bereich der Schule wenig planbar“, sagte der Schulleiter der Marienschule Brilon, Jürgen Mehler. „Gewohnte Rituale müssen neu geplant werden, teilweise müssen neue Wege gegangen werden.“ Als Beispiel nannte Mehler den traditionellen Schulgottesdienst zum Auftakt nach den Sommerferien, der jetzt eben nicht mit allen Schülerinnen und Schülern gemeinsam gefeiert werden kann. Er teile mit vielen Lehrerinnen und Lehrern die Sorge, dass einige Schülerinnen und Schüler in der Zeit des Home-Schooling abgehängt wurden, da sie abgetaucht seien und nicht erreichbar waren. Insbesondere für sie sei im neuen Stundenplan eine spezielle Förderung berücksichtigt, zeigt sich Mehler zuversichtlich. „Bei uns geht keiner verloren, wir kümmern uns.“

Symbolischer Dank für das Engagement an den Schulen des Erzbistums Paderborn in Corona-Zeiten: Frank Wengenmaier überreicht die „Nerven-Nahrung“ an Jürgen Mehler, den Schulleiter der Marienschule Brilon.Foto: Thomas Throenle / Erzbistum PaderbornClaudia Heitkamp-Kappest, stellvertretende Schulleiterin der St.-Walburga-Realschule Meschede, wies auf die schwierige digitale Ausstattung auf Seiten von einigen Schülerinnen und Schülern hin, die in Zeiten von Corona zur Herausforderung wurde. Sie sei dankbar für das große Engagement des Lehrer-Kollegiums, das unterschiedliche Wege zu den Schülerinnen und Schülern entwickelt habe und auch gegangen sei: Von Anrufen, E-Mails, Video-Konferenzen bis hin zur Post und zur Abgabe von bearbeiteten Aufgaben im Briefkasten der Schule. Schulleiter Matthias Laumann bedankte sich beim Träger der St.-Walburga-Realschule Meschede: „Die Kommunikation mit dem Erzbistum Paderborn war und ist gut, wir erhalten viel Unterstützung. Wir freuen uns als Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer sowie als Mitarbeitende über das kreative Geschenk seitens des Trägers, es ist ein Zeichen der Wertschätzung und Ermutigung. Ein Dank an Generalvikar Hardt und Dompropst Göbel.“

Katholische Schulen in freier Trägerschaft

Es gibt im Erzbistum Paderborn 46 Katholische Schulen in freier Trägerschaft mit circa 23.600 Schülerinnen und Schülern und rund 1.900 Lehrerinnen und Lehrern. Von diesen finden sich 20 Katholische Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn. Diese werden von circa 12.200 Schülerinnen und Schülern besucht, circa 900 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an den vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen. Das Erzbistum Paderborn ist Träger von neun Gymnasien, sieben Realschulen, drei Berufskollegs, einer Grundschule und zwei Bündelschulen (Werl: Gymnasium und Realschule; Brakel: Gymnasium, Realschule, Berufskolleg).

Religionsunterricht und Religionslehrer

Im Erzbistum Paderborn besuchen rund 185.000 katholische Schülerinnen und Schüler den katholischen Religionsunterricht an allen Schulformen. Wöchentlich werden circa 18.500 Stunden Religionsunterricht an rund 1.550 Schulen von circa 5.400 katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern (mit Missio Canonica und kirchlicher Unterrichtserlaubnis) erteilt.
Im Erzbistum Paderborn gibt es 159 katholische Grundschulen und zwei katholische Hauptschulen mit circa 1.200 Lehrerinnen und Lehrern und circa 33.000 Schülerinnen und Schülern.



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