Schule und Erziehung

Erleben, wie ein Dom vor 950 Jahren gebaut wurde

Die lebendige Dombauhütte im Garten des Stadtmuseums wurde von Bürgermeister Michael Dreier und Domkapitular Benedikt Fischer anlässlich des Kinderchortages eröffnet.pdp / Ronald Pfaff Paderborn, 27.6.2018. Menschen in historischen Gewändern laufen umher, an jeder Ecke ertönt Werkzeuggeklapper, im Hintergrund erschallen Klänge einer Drehleier – es ist nicht mehr zu übersehen, die lebendige Dombauhütte im ehemaligen Klostergarten des Abdinghofklosters, heute Garten des neuen Stadtmuseums, ist zum Leben erwacht. Dechant Benedikt Fischer hat sie gemeinsam mit Paderborns Bürgermeister Michael Dreier, dem stellvertretenden Landrat Vinzenz Heggen und zahlreichen Kindern des Kinderchores der Gemeinde St. Petri in Hüsten eröffnet. Bevor sich ab Sonntag Groß und Klein an den mittelalterlichen Gewerken probieren können, durften heute die 400 Kinder, die zum Diözesanen Kinderchortag nach Paderborn gekommen sind, als Erste die verschiedenen Stationen erkunden.

Hier geht´s zum animierten Film über den Bau des mittelalterlichen Domes aus Lego-Steinen.

Drehleier-Spieler Klänge der Drehleier begleiten das bunte Treiben in der Dombauhütte und versetzen die Besucher zurück ins Mittelalter vor 950 Jahren.pdp/Ronald Pfaff Vor 950 Jahren wurde der Paderborner Imad-Dom geweiht. Dass sich die Arbeiten zur Errichtung der Kathedrale grundlegend von den Techniken unterscheiden, mit denen heutzutage große Bauwerke errichtet werden, liegt auf der Hand. Strom, Elektrizität oder benzingetriebene Motoren gab es nicht, dafür aber Teufelskrallen oder einen Tretradkran, mit dem sogar Kinder es schaffen, schwere Steine und Baumstämme zu heben. Die Handwerks-Techniken des Mittelalters sind faszinierend. Das kann von nun an bis zum 19. August jeder in der Lebedigen Dombauhütte  in unmittelbarer Nähe zum Dom selbst erfahren und ausprobieren. „Der Anblick hier im Garten des neuen Stadtmuseums ist einzigartig“, beschreibt Bürgermeister Michael Dreier in seinen Worten zur Eröffnung der Dombauhütte. „Es ist wahnsinnig spannend zu sehen, wie vor 950 Jahren gearbeitet wurde, um so ein beeindruckendes Bauwerk wie den Dom realisieren zu können.“ Auch Dechant Benedikt Fischer ist sehr angetan: „Der Dom wurde vor Jahrhunderten zur Ehre Gottes, zur Freude der Menschen erbaut. Dabei war damals wie heute jeder einzelne Stein unglaublich wichtig, denn nur ein stabiles Fundament kann die Standhaftigkeit des ganzen Gebäudes gewährleisten. Genauso verhält es sich mit uns als Christen. Wir sind die tragenden Steine, auf denen unser Glaube aufgebaut ist.“

Geöffnet ist die Dombauhütte von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. An besonderen Aktionstagen (24., 30. Juni; 1., 14., 15. Juli, 11., 12., 18. und 19. August) werden Schmied, Zimmermann und Baumeister zugegen sein. Für den 18. und 19. August hat sich sogar ein „mittelalterlicher Bischof mit seinem Gefolge“ angesagt.

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Erzbistum Paderborn