Schule und Erziehung

Ursulinenschüler setzen Erfolgsserie beim Tag der Chemie der Bayer Health Care AG in Bergkamen fort

In diesem Jahr nahm an den dort stattfindenden Chemie-Wettbewerben ein Team der Klasse 9a und der Chemie LK der Q2 teil.Werl, 5.11.2017 Am Samstag machten sich wieder einmal zwei Teams des Ursulinengymnasiums auf nach Bergkamen. Ziel war der Standort der Bayer Health Care AG, die, gemeinsam mit der TU Dortmund, den Tag der Chemie dort veranstaltete.  Begleitet wurden sie von ihren Lehrern Stefan Rammelmann und Stefan Mutke.

Nach einer kurzen Begrüßung und dem anschließenden Einkleiden mit Kitteln und Schutzbrillen machten sich die Schülerinnen und Schüler voller Vorfreude an die gestellten Aufgaben. So musste das Team der Klasse 9 als erstes im Rahmen der Qualitätskontrolle verschiedene Metall-Ionen sowie pH-Werte experimentell bestimmen. Weiter ging es mit einer komplexen Aufgabe aus dem Bereich der Mess- und Prozessleittechnik. Neben einem experimentellen Teil mussten am Computer Schaltkreise programmiert und durch anschließende Berechnungen ein Fermentierer so eingestellt werden, dass die gewünschten Ergebnisse messbar wurden. Bevor eine weitere experimentelle Herausforderung die Schülerinnen und Schüler in die Welt der pH-Wert-Messung zurückführte, war praktisches Geschick erforderlich. So musste Metallstücke so zurechtgefeilt werden, dass diese wie bei einem Puzzle, direkt ineinanderpassen. Ebenfalls erfolgte die Berechnung von Länge und Gewicht eines gebogenen Metallrohres. Diese Aufgaben lösten die Schülerinnen und Schüler mit Bravour und freuten sich anschließend über den 4.Platz und 1000€ Preisgeld.

Für die Q2 standen zunächst verschiedene Analyseverfahren auf dem Programm. So mussten in unbekannten Lösungen verschiedene Anionen und Kationen experimentell bestimmt werden. Als zweite Herausforderung musste ein funktionierender Stromkreis aus einer Lampe, zwei Wechselschalter sowie einer Steckdose, die zunächst erst betriebsfertig gemacht werden musste, gebaut werden. Zum Abschluss beantworteten die Schülerinnen und Schüler Fragen zu zwei Vorträgen, die sie zuvor gehört hatten. Einmal ging es um die Autophagie im Zusammenhang mit Krebserkrankungen und zum anderen um die Kernspintomographie, im Rahmen dessen die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der NMR-Spektroskopie erzählt bekamen. Bei allen Aufgaben überzeugte das Q2-Team auf ganzer Linie, sodass am Ende, unter lautem Jubel der Mitgereisten, die Freude über den ersten Platz und ein Preisgeld von 2500 € riesengroß war.

Schon lange Zeit ist es am Ursulinengymnasium Tradition, dass Schülerinnen und Schüler an naturwissenschaftlichen Wettbewerben teilnehmen. Einen ersten Überblick verschafft ein Plakat, das im September 2007 im Rahmen eines gemeinsam von der Universität Dortmund und der Bayer Health Care Bergkamen (damals noch Schering AG) durchgeführten Wettbewerbs entstanden ist. Das Originalplakat kann noch heute im Eingangsbereich zu den naturwissenschaftlichen Räumen betrachtet werden. Dort ebenfalls hängen die bereits errungenen Auszeichnungen im Zuge des Bayer Wettbewerbs, worauf sich die am Wochenende erfolgreich teilnehmenden Schülerinnen und Schüler nun auch freuen dürfen (s. Bild „Erfolge Bayer Wettbewerb“ Bildunterschrift: „Überblick über die bisherigen Erfolge beim Tag der Chemie“). „Wie oft ich schon an diesen Plakaten vorbeigelaufen bin und gedacht habe: „Da möchte ich auch einmal hängen!“, weiß ich nicht mehr. Aber heute hat sich der Wunsch endlich erfüllt!“, so Hannah Wrede, Mitglied des Teams der Q2. Und auch die Fritz Pietsch und Till Schmidt waren sich sicher, dass sie auf jeden Fall noch einmal am Wettbewerb teilnehmen möchten, wenn sie in der Q2 sind. „Das waren einfach tolle Erfahrungen, die wir hier gemacht haben. Das hat richtig Spaß gemacht!“, so die beiden einstimmig.

Mit den gewonnenen Preisgeldern war und ist es möglich, die Ausstattung der Naturwissenschaften zu erweitern. So wurde von dem letzten Preisgeld ein 3D-Drucker angeschafft, der es nun ermöglicht, selbst Modelle zu programmieren und sich diese in Form eines Milchsäurepolymers nachher auch in gedruckter Form anschauen zu können. Auch für die diesjährigen Gewinne hatten die Schülerinnen und Schüler bereits Ideen, wie die Preisgelder investiert werden können, um das Angebot sowie die technischen Möglichkeiten weiter auszubauen.

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