Schule und Erziehung

Naturwissenschaftliches Arbeiten an den Ursulinenschulen

Die Schülerinnen und Schüler der 8c entwickelten die Idee, ein Kohlekraftwerk im Labormaßstab selbst zu bauen.Werl, 5.11.2017 Um sich hiervon ein Bild machen zu können, wird es im Rahmen des Projekts PRIMUS (PRIMarstufe an den UrsulinenSchulen) neben dem Tag der Naturwissenschaften auch in diesem Jahr wieder drei Experimentiernachmittage für die kommenden Fünftklässler geben, an denen sie erste experimentelle Erfahrungen in den Fachräumen der Ursulinenschulen sammeln können. An vielen verschiedenen Stationen stehen den kommenden Fünftklässlern unsere Schülerinnen und Schüler mit Rat und Tat zur Seite. Die Vorbereitungen der Termine läuft bereits auf Hochtouren.

So finden am Freitag, den 10.11.2017 sowie Dienstag, den 14.11.2017 die Nachmittage der Naturwissenschaften statt. Jeweils am zweiten Freitag der Folgemonate (08.12.2017; 12.01.2018 & 09.02.2018) finden die PRIMUS-Termine statt. Eltern und Kolleginnen und Kollegen der Grundschulen haben an diesen Tagen ebenfalls die Möglichkeit, im Gespräch mit der Schulleitung und den entsprechenden Koordinatoren mehr über das Projekt (z. B. die weiteren Termine) sowie über das Konzept der Ursulinenschulen zu erfahren. Alle Schülerinnen und Schüler, die Interesse haben, jedoch noch nicht angemeldet sind, können sich telefonisch unter 02922/5017 im Schulsekretariat melden.

Hintergrund

Die Teilnahme an nationalen und internationalen Schülerwettbewerben erfordert nicht nur naturwissenschaftliches Vorwissen, sondern auch das entsprechende Handwerkszeug, um die in vielen Fällen sehr anspruchsvollen Aufgaben, die sogar inhaltlich über die Fachinhalte der Jahrgangstufen hinausgehen, zu bewältigen. Dieses Rüstzeug erlangten die Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlichen Unterricht, auch, durch die zusätzlichen Laborstunden im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Bereits vor Einführung des bilingualen Zweigs profitierten die naturwissenschaftlichen Kernfächer Biologie, Physik und Chemie von zusätzlichen Laborstunden. Ziel dieser Laborstunden war und ist es, ergänzend zum eigentlichen Fachunterricht, einen noch intensiveren Schwerpunkt auf den naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen zu legen. So ist es möglich, insbesondere das praktische, orientiert am Prozess der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung, eigenständige Denken und Arbeiten zu vertiefen. Dies wird auch dadurch gewährleistet, dass innerhalb der letzten Jahre vier naturwissenschaftliche Räume renoviert und mit neuster Technik ausgestattet wurden.

Standen zu Beginn im Jahr 2008 nur drei zusätzliche Stunden für diese Förderung zur Verfügung (was zu dieser Zeit schon eine Besonderheit war), so wurde inzwischen ein durchgehender Laborzweig von der Klasse fünf bis zum Abitur eingerichtet. Dabei wurde darauf geachtet, dass in den Klassen fünf und sechs alle Schülerinnen und Schüler des UGs von diesem Angebot profitieren. In Klasse 7 erhalten alle SuS, die sich für den naturwissenschaftlichen Zweig entschieden haben, eine zusätzliche Laborstunde im Fach Chemie. Ab der achten Klasse können sich die SuS dann entsprechend ihren Neigungen für eine weitere Vertiefung in den Naturwissenschaften entscheiden. Das gilt natürlich auch für die SuS, die sich nach der Klasse sechs zunächst für den bilingualen Zweig entschieden haben. Zusätzlich zu den Vertiefungsangeboten erfolgte in diesem Schuljahr die Bereitstellung einer weiteren Laborstunde im ersten Halbjahr für das Fach Chemie sowie im zweiten Halbjahr für das Fach Physik.

Eine weitere Säule des naturwissenschaftlichen Schwerpunkts am Ursulinengymnasium resultiert aus dem breit gefächerten Angebot an Arbeitsgemeinschaften. Ziel dieser ist es, Interesse an den MINT-Fächern zu wecken und Stärken im MINT-Bereich zu fördern. Eine dieser Arbeitsgruppen ist die AG „Freies Experimentieren“, in der sich die beim diesjährigen Bayer Health Care Wettbewerb erfolgreichen Ursulinenschüler ebenfalls seit einigen Jahren engagieren und nach eigenen Angaben, im Zuge des Wettbewerbs von diesen Erfahrungen sehr profitiert haben. Im Rahmen der AG können Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben (RISU) kleinere und größere Experimente selbstständig planen und durchführen.

So entstand bei den Schülerinnen und Schüler der 8c die Idee, ein Kohlekraftwerk im Labormaßstab selbst zu bauen. Dieser Gedanke erwuchs aus dem aktuellen Fachunterricht. „Da wir nun einmal kein Kohlekraftwerk in die Schule holen können, wollten wir unbedingt eine Anlage selberbauen, um zu schauen, ob das Kraftwerk wirklich so funktioniert, wie wir es im Unterricht gelernt haben.“, so die beteiligten Schülerinnen und Schüler einstimmig. Diese kleine Projekt spiegelt die Anlage der AG noch einmal deutlich wieder, die Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern und ihnen eine intensive praktische Auseinandersetzung zu ermöglichen.

Die AG findet regelmäßig dienstags in der 7. Und 8. Stunde statt. Zurzeit nehmen etwa 25 SuS der Klassen 5 bis 12 an den AGs teil.

 

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