Schule und Erziehung

Schulsanitäter erringen Bronze

Freuen sich über den herausragenden Erfolg (v.l.): Tobias Gockeln (betreuender Lehrer), Marie-Theres Scheid, Rahel Tewes, Paulina Lüke, Anne Spiegelberg, Alina Schilcher, Timon Darley, Maximilian Hartinger (St. Kaspar), Lena Vangermain, Robert Peters (St. Kasper), Lara Lohr sowie Dr. Norbert Kurowski.Foto: Markus TewesBrakel, 27.9.2017 Auf die Schulsanitäter ist Verlass! Das haben sieben Sanis der Schulen der Brede aus Brakel beim Bundeswettbewerb des Maltester Hilfsdienstes in Landshut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nach zwölf anspruchsvollen Stationen wurden sie bei der Siegerehrung mit Bronze ausgezeichnet.

Mit Siegen auf Kreis- und Diözesanebene hatten sich die Schulsanitäter der Schulen der Brede für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Intensiv haben sich die Jugendlichen mit ihrem Ausbilder Dr. Norbert Kurowski in den vergangenen Wochen auf den Wettkampf in Bayern vorbereitet. Dort bewältigten sie die hervorragend dargestellten Notfallsituationen mit Bravur.

Ob Erste Hilfe nach einem Zusammenstoß von Fußgänger und Skater, von Fahrrad- und Mofa-Fahrer oder beim Notfall während eines Ausflugs einer Seniorengruppe, bei schweren Verletzungen durch einen unsachgemäß bedienten Grill, nach einer Schlägerei oder bei der Reanimation nach einem Schwimmunfall, immer waren die Brakeler sicher bei der Beurteilung der Verletzten und schnell in der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen. Nicht selten bekamen sie von den Schiedsrichtern das Lob: „Da gibt es nichts zu ergänzen, die Aufgabe wurde perfekt gelöst.“

Aber auch bei spielerischen Stationen konnten die Bredenschüler Geschicklichkeit und Teamgeist unter Beweis stellen, was mit entsprechenden Punkten honoriert wurde. Wissensfragen zur Ersten Hilfe und zum Malteser Hilfsdienst und seinen Aufgaben stellten dann auch keine Schwierigkeit mehr dar. Zudem hatten die Brakeler im Rahmen des Wettkampfes Gelegenheit, die niederbayrische Stadt Landshut kennen zu lernen. Alle Übungen fanden in der historischen Innenstadt unter den Augen nicht selten beeindruckter Passanten statt. Somit konnten die jungen Ersthelfer auch noch Werbung für ihre Sache und ihre wichtige soziale Aufgabe machen.

„Unsere Schulsanitäter haben bei dem Wettkampf ihr ganzes Können gezeigt. Wir können uns wirklich auf die Jugendlichen verlassen, wenn hier an der Schule eilige Hilfe gebraucht wird“, zeigte sich Lehrer Tobias Gockeln begeistert, als er seine Mannschaft in Landshut beobachten konnte.

Spannend ging es am Abend bei der Siegerehrung in der Sparkassen-Arena in Landshut zu. In drei Wettbewerben galt es die Plätze zu vergeben. Neben den Schulsanitätsdiensten hatten auch Jugendgruppen und erwachsene Helfergruppen der Katastrophenschutzeinheiten des Malteser Hilfsdienstes ihr Können miteinander gemessen.

Nachdem vor einem ausgiebigen und schmackhaften Abendessen bereits die Plätze sieben bis 20 vergeben waren, fieberte die Brakeler Mannschaft mit Timon Darley, Lara Lohr, Paulina Lüke, Alina Schilcher, Anne Spiegelberg, Rahel Tewes und Lena Vangermain den weiteren Platzierungen entgegen. Letztlich wurden sie als Drittplatzierte auf die Bühne gerufen, nur hauchdünn geschlagen von den starken Mannschaften aus Kaiserslautern und Willich. Die Freude über den Pokal und einen neuen Sanitätsrucksack waren riesig. Damit kommt der Ehrgeiz der Schulsanitäter auch der gesamten Schule zu Gute, konnte doch mit diesem Preis die Ausrüstung des Sanitätsdienstes noch einmal wesentlich verbessert werden.

Zum Abschluss der rundum gelungenen, gut vorbereitet und durchgeführten Veranstaltungen, an der über 1.000 Malteser als Wettkämpfer und Betreuer teilgenommen hatten, fand am Sonntag in der St. Nikolai-Kirche zu Landshut ein Pontifikalamt mit dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer statt. Müde, aber stolz konnten die Brakeler anschließend die sechsstündige Rückreise antreten. Dabei nahmen sie nicht nur den Pokal mit nach Hause, sondern auch die Eindrücke von drei intensiven Tagen, neuen und alten Bekanntschaften und über die Mannschaften hinaus gehender toller kameradschaftlicher Verbundenheit.

Text: Markus Tewes

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