Schule und Erziehung

Domkapitular Witt besucht das Integrationsprojekt der Schulen St. Michael

Domkapitular Dr. Thomas Witt (2.v.r.) freut sich über das gute Miteinander von Helferinnen und Flüchtlingsfamilien. Paderborn, 10.4.2017 Die Cafeteria der Schulen St. Michael füllte sich wie immer in der ersten Aprilwoche mit vielen geflüchteten Menschen und ihren Familien zum monatlichen Begegnungscafe. Der Arbeitskreis der Flüchtlingshilfe St. Michael hatte das kleine Fest gut vorbereitet, um dieses Mal einen besonderen Gast an diesem Nachmittag in der Fastenzeit zu begrüßen: Domkapitular Dr. Thomas Witt, der Caritasdirektor und Flüchlingsbeauftragte des Erzbistums Paderborn.

Er wollte einmal gern ein engagiertes Projekt in der "Nähe des Doms" besuchen und sich selbst einen Eindruck verschaffen. Den machten erst einmal die Flüchtlinge selbst mit gebackenen Spezialitäten aus ihren jeweiligen Ländern, die den gedeckten Tisch bereicherten. Die Kinder der Flüchtlingsgruppe begrüßten die ganze Begegnungsgruppe gemeinsam mit Schulseelsorgerin Bettina Schmidt und einem Liederpotpourrie, das stets den Beginn ihrer wöchentlichen Treffens begleitet und schnell geholfen hat, die deutsche Sprache zu lernen. Die pensionierten oder noch aktiven Lehrerinnen Rita Mecke, Marianne Beine-Funke, Jutta Burdinski, Marielies Klösener-Voß, Claria Stiegemann und Sohn Leonard, die alle ebenfalls zum Flüchtlingsarbeitskreis der Schulen gehören, erzählten von den Anfängen der Flüchtlingsarbeit und wie sie weiterhin engagiert nunmehr seit 15 Monaten an St. Michael durchgeführt wird.

Auch die Schülerinnen Paula, Clara, Sophia und Susanne aus der Politik-AG, die in der Betreuung der Kinder mithelfen berichteten von ihrem wöchtentlichen Einsatz. Domkapitular Dr. Witt konnte dies gut durch seine Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe des Bistums ergänzen und erzählte ebenso, wie wichtig diese Arbeit ist und bleiben wird. Mit dabei war auch Theaterpädagogin Leonie Wodetzky vom Theater Paderborn, die zur Zeit mit ihrem Kollegen Marguerite Windblut einmal in der Woche mit den Flüchtlingskindern das Theaterstück "Goldhaus" entwickelt und einstudiert, das am 9. und 10. Juni in St. Michael zur Aufführung kommen wird.

Es war sehr beeindruckend, im Anschluss daran, zu erleben, wie gut sich die Kinder, Frauen und Männer aus dem Irak, aus Syrien, Afghanistan und Aserbaidschan in der erlernten deutschen Sprache selber vorstellen konnten. Der frohe Nachmittag hatte leider auch einen Wehmutstropfen, denn zwei der Familien sind zur Zeit akut von der Abschiebung bedroht und baten Dr. Witt diesbezüglich um Hilfe. Auch er war davon sehr betroffen: "Es wird sicher schwierig, doch wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben!". In diesem Sinne wird das Flüchtlingsprojekt an St. Michael weitergehen und engagiert für die geflüchteten Menschen da sein, in der Hoffnung, dass diese bei uns in Deutschland bleiben dürfen.

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