Schule und Erziehung

Seelsorger besuchen Mallinckrodt-Gymnasium. Gespräch über Schule als „pastoraler Ort“

Teilnehmer der Dekanatspastoralkonferenz besuchten am Mittwoch das Mallinckrodt-Gymnasium (v.l.): Propst Andreas Coersmeier, Svenja Zahn und Annette Kienast, Referentinnen für Jugend und Familie, Dekanatsreferentin Barbara Knoppe-Chrosnik, Schulseelsorger Tobias Ebert und Schulleiter  Christoph Weishaupt. pdp Dortmund, 26.6.2014 (pdp) Schulleiter Christoph Weishaupt und Schulseelsorger Tobias Ebert erläuterten den Mitgliedern der Dekanatspastoralkonferenz unter anderem Ziele und Profil des Mallinckrodt-Gymnasiums. Sie stellten vor, wie im Unterricht Werte vermittelt werden und sprachen über die Beziehungen der Schule zu Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Das Ziel sei eine umfassende Menschenbildung nach dem christlichen Menschenbild, erläuterte Christoph Weishaupt. „Wir wollen liebenswürdige Menschen heranziehen", fasste Weishaupt zusammen. In dieser besonderen Ausrichtung am christlichen Menschenbild und an der Pädagogik der Gründerin Pauline von Mallinckrodt unterscheide sich das katholische Gymnasium von anderen Schulen. Das drücke sich auch in sozialen Projekten aus, wie der Partnerschaft zu einer Schule in Nairobi oder der Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern in der ökumenischen Wohnungslosen-Initiative „Gasthaus statt Bank".

Schulseelsorger Tobias Ebert beschrieb, dass er in seiner Funktion als Seelsorger oft auch soziale Arbeit leisten müsse, wenn sich Schüler etwa in schweren privaten Krisen an ihn wenden. Er vermittle dann den Kontakt zu professionellen Hilfen. Allgemein beschrieb er, dass die kirchliche Prägung auch bei den Schülerinnen und Schülern der katholischen Schule rückläufig sei. Dadurch und durch die längere Zeit die Kinder und Jugendliche in der Schule verbringen, wachse die Bedeutung der Schulseelsorge und der Arbeit der Religionslehrerinnen und -lehrer. „Die Religionslehrer sind besonders an öffentlichen Schulen oft die einzigen Menschen über die Kinder und Jugendliche mit Glauben und Kirche in Kontakt kommen", sagte Tobias Ebert. Die Teilnehmer des Besuches im Mallinckrodt-Gymnasium waren sich daher einig, dass die Kontakte zu Schulen und Lehrerinnen und Lehrern intensiviert werden sollen.

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Erzbistum Paderborn