Schule und Erziehung

Erfolgreicher Abschluss der Fortbildung Schulpastoral

Die Fortbildungsreihe Schulpastoral findet stets in der Katholischen Akademie Schwerte statt. Paderborn/ Dortmund, 18.11.2015 Aus den Händen von Dompropst Joachim Göbel konnten jetzt 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Zertifikat zum Abschluss der Fortbildung Schulpastoral entgegennehmen. Über gut 15 Monate hinweg hatten sie sich in sechs Kursblöcken über jeweils vier Tage mit unterschiedlichen Themen auseinandergesetzt, um so ihre persönliche Motivation für die Schulpastoral zu festigen.

Im ersten Kursteil ging es neben einem guten Kennenlernen der Kursgruppe stark um den biographischen Anteil eines und einer jeden: welche Erfahrungen mit Seelsorge habe ich gemacht, was hat mich geprägt, welche Rolle habe ich gegenwärtig in der Schule, welche Kompetenzen in Seelsorge? Aber auch die kirchlichen Grundfunktionen von Schulpastoral wurden intensiv betrachtet.

Der zweite Kursblock stand ganz im Zeichen des Blicks auf die Menschen am jeweiligen Schul- und pastoralen Ort: die Sinusstudie im Abgleich mit dem je eigenen Zusammenhang, das Thema Schulpastoral als Beitrag zur Schulentwicklung, Qualitätskriterien und die theologische Grundlegung von Schulpastoral standen hier im Mittelpunkt.

„Beratung und seelsorgliche Begleitung“ war der dritte Kursteil überschrieben. Bardo Schaffner vom IfL zog die Gruppe mit zahlreichen Übungen und Grundlagen zu Kommunikation und ihren Störungen, zum eigenen Rollenverhalten in Konflikt-, Seelsorge- und Beratungsgesprächen in den Bann; außerdem erhielten die Teilnehmern Einblick in das seelsorglich beratende Kurzgespräch durch Britta Möhring vom Kirchenkreis der evangelischen Kirche von Westfalen.

Da im Schulalltag immer wieder Krisen entstehen durch Verluste und Tod und gerade die Religionslehre/innen und Mitarbeiter/innen in der Schulpastoral hier gefragt sind, galt es im vierten Kursblock, eigene Krisenerfahrungen aufzunehmen und sich des Themas Tod und Trauer bei Kindern und Jugendlichen zu widmen. Angeleitet durch die Trauerbegleiterin und Sozialarbeiterin Sonja Daldrup konnte dieses Lebens- und Todesthema sensibel ausgelotet werden.

Schulliturgie ist häufig ein zentrales Thema in der Schulpastoral. Um hier unterschiedliche Aspekte in den Blick zu nehmen, hatten die Teilnehmer/innen die Möglichkeit sich über neue jugendpastorale Trend und das Thema christliche Popularmusik zu informieren. Maren Gödde und Ute Balkenol von der Abteilung Jugendpastoral im Erzbischöflichen Generalvikariat standen dafür Rede und Antwort. Der Besuch in der Jugendkirche Dortmund und das Gespräch mit dem engagierten Team dort machte Lust aufs Ausprobieren neuer liturgischer Wege – immer unter der Betrachtung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und ihrer Spiritualität.

„Schule als mein pastoraler Ort“ war das Thema des Abschlussblocks und hier galt es, die Ernte einzufahren eineinhalb Jahre intensiver Beschäftigung mit dem großen Thema Schulpastoral. Alle Teilnehmer/innen hatten eine Projektarbeit erstellt zu einem schulpastoralen Angebot oder einer Konzipierung von Schulpastoral in der Schule und/oder dem pastoralen Raum. Beeindruckt von der Vielzahl der Ideen und den neuen Möglichkeiten daraus für sich selbst, kamen die Teilnehmer/innen zu einer sehr positiven Auswertung der gesamten Fortbildung und nahmen am Sonntag dann in der Heiligen Messe von Dompropst Göbel hocherfreut ihre Zertifikate in Empfang.

Neben den eingeladenen Fachreferenten hatten Annette Kochanek, Schulseelsorgerin und Schulsozialarbeiterin an der Ursulinenrealschule Werl und Adelheid Büker-Oel, zuständig für Lehrerpastoral in der HA Schule und Erziehung , die Gesamtleitung dieser neukonzipierten Fortbildung. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Kurses“, waren sich beide einig. „Es ist wohl gelungen, in jeder und jedem das Feuer für die Schulpastoral noch mehr zu schüren, so dass nun an vielen Schulen in dieser Hinsicht sicher mehr ins Brennen kommt.“

Die Teilnehmer/innen des Kurses arbeiten zu einem großen Teil an staatlichen Schulen, einige an kirchlichen oder erzbischöflichen Schulen oder auch als Gemeindereferentinnen, die nun alle auch der Verknüpfung von Schule als pastoralem Raum im pastoralen Raum mehr Bedeutung geben wollen.

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