Schule und Erziehung

Leben und Sterben, Krankheit und Tod in der Schule

Kornelia Weber (l.) von der Deutschen Hospizakademie erarbeitete mit den Teilnehmern das wichtige Thema \"Tod und Trauer an der Schule\".Paderborn, 3.11.2015 „Trauerwege sind so unterschiedlich wie die Menschen: Bei manchen gibt es einen Abschluss der Trauer, andere trauern ihr Leben lang“, so Kornelia Weber von der Deutschen Hospizakademie, die auf Einladung des Bereichs Lehrerpastoral jetzt einen Werkstatt-Tag zum Thema „Leben und Sterben, Krankheit und Tod in der Schule“ inhaltlich gestaltete.

Die Lehrer, Schulsozialarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Übermittagbetreuung, die am Werkstatt-Tag teilnahmen, konnten viel erfahren über die Trauerprozesse von Kindern und Jugendlichen. Immer wieder sind sie im Schulalltag mit Trauernden - Schülern und Kollegen - konfrontiert und immer wieder stellt sich die Frage nach dem angemessenen Umgang mit der Situation. Nach einer Sammlung von grundlegenden Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen in Trauersituationen und vielen Informationen zu Phasen der Trauer nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen, erfuhren die Teilnehmenden, dass Trauer natürlich und gesund ist, sowohl für Erwachsene, wie auch für Kinder, dass Kinder und Erwachsene im Normalfall die Trauer bewältigen, dass vielfältige Gefühle zur Trauer gehören, dass Kinder und Jugendliche verständnisvolle Erwachsene an ihrer Seite brauchen und dass insbesondere Kinder spontaner und sprunghafter trauern, sie sozusagen in „Trauerpfützen“ springen und unter Umständen auch schnell wieder hinaus.

In Arbeitsgruppen wurden verschiedene Bereiche rund um das Thema Tod eines Schülers erarbeitet. Die Vorbereitung der Klassenkameraden und die „Bearbeitung“ des Schocks wurde besprochen, die Teilnahme und Gestaltung einer Abschiedsfeier, das Gedenken in der Klasse und der Schule, aber auch der Kontakt zur Familie des verstorbenen Schülers.

Nach dem sehr informations- und arbeitsreichen Tag konnten die Teilnehmenden zwar nicht erleichtert – das ist bei diesem „schweren“ Thema nicht wirklich möglich -, aber unterstützt und etwas sicherer als zuvor nach Hause fahren.

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Erzbistum Paderborn