Schule und Erziehung

41 Mal „Katholische Religion“ im Abitur

pixabayPaderborn 17. Juli 2017. „Katholische Religion“ ist an den neun Gymnasien in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn weiterhin stark gefragt. Selbst bei den vor wenigen Wochen abgeschlossenen Abiturprüfungen stand der Religionsunterricht hoch im Kurs. Insgesamt haben an allen neun Gymnasien neun Schülerinnen und Schüler eine Abiturprüfung in katholischer Religionslehre im dritten Abiturfach abgelegt.

Noch deutlicher war die Anzahl der Prüfungen im vierten Abiturfach: 33 Schülerinnen und Schüler stellten sich den Prüfungsaufgaben. Im Vergleich zu den Vorjahren ist jedoch der Trend stagnierend bis leicht rückläufig. Die Hildegardis-Schule in Hagen bietet seit vier Jahren sogar einen Leistungskurs im Fach Religion unter Federführung der Fachschaft katholische Religion an.

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist bekenntnisorientierter Religionsunterricht ordentliches Unterrichtsfach, das auch benotet wird. Dagegen gibt es in anderen Ländern einen gegenläufigen Trend. In Luxemburg zum Beispiel wird es ab dem kommenden Schuljahr keinen konfessionellen Religionsunterricht mehr an den Grundschulen geben. An den weiterführenden Schulen war diese Regelung bereits gängige Praxis. „Neutraler Werteunterricht“ soll in den Grundschulen das Unterrichtfach heißen, bei den weiteführenden Schulen „Leben und Gesellschaft“.

Nach Artikel 7 des Grundgesetzes und Artikel 14 der Landesverfassung sowie dem Schulgesetz für Nordrhein-Westfalen bleibt das Unterrichtsfach Religion in NRW Grundlage. Der jeweilige Religionsunterricht wird in Übereinstimmung mit Grundsätzen der Kirche/Religionsgemeinschaft erteilt.   Die Bedeutung des Religionsunterrichts unterstreicht das NRW-Schulministerium in den gesetzten Leitlinien ausdrücklich: Die Religionszugehörigkeit und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Religionen bilden die kulturelle Basis und Identität vieler Menschen. Religionsunterricht trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler eine eigene Wertehaltung entwickeln, sie kritisch überprüfen und Brücken des Respekts, des Verständnisses und Miteinanders aufbauen.

Im Mai 2016 wurde diese Aussage durch eine „Gemeinsame Erklärung zum Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen“, die von der damaligen Schulministerin Löhrmann, Vertretern verschiedener Religionen und dem Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker für die katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen unterzeichnet wurde, nochmals bestätigt.      

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