Schule und Erziehung

„Recht auf sinnerfüllte Zukunft in der Gesellschaft“

Erzbischof Hans-Josef Becker hat mit zahlreichen Repräsentanten aus Handwerk, Gewerkschaft und den beiden großen christlichen Kirchen eine "Gemeinsame Erklärung zum Religionsunterricht an Berufsschulen in Hessen" unterzeichnet.Paderborn/ Wiesbaden, 15.12.2014 (pdp) Erzbischof Hans-Josef Becker hat zusammen mit zahlreichen Repräsentanten aus Handwerk, Gewerkschaft und den beiden großen christlichen Kirchen eine „Gemeinsame Erklärung zum Religionsunterricht an Berufsschulen in Hessen" unterzeichnet. Der Paderborner Erzbischof, der Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz ist, und die weiteren Unterzeichner betonen in der Erklärung, dass der konfessionelle Religionsunterricht in ökumenischer Offenheit ein wichtiger Bestandteil beruflicher Bildung sei.

Neben Erzbischof Hans-Josef Becker unterzeichneten die Erklärung Bischof Heinz-Josef Algermissen (Bistum Fulda), Bischof Professor Dr. Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck), Weihbischof Manfred Grothe als Apostolischer Administrator des Bistums Limburg, der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann, Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland), der Geschäftsführende Vorstand Stefan Körzell des DGB Hessen-Thüringen, Präsident Bernd Ehinger und Geschäftsführer Harald Brandes von der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern.

Die „Förderung von personalen, sozialen und fachlichen Kompetenzen, die Stärkung der Entwicklung einer religionsmündigen Persönlichkeit, die Erschließung von sinnstiftenden Lebensmöglichkeiten und die Verbindung von religionsfachlicher und berufsfachlicher Bildung" müssten Kennzeichen eines zukunftsorientierten Religionsunterrichtes an hessischen Berufsschulen sein. Der Religionsunterricht an der Berufsschule sei eine notwendige und unverzichtbare Aufgabe, heißt es in der Erklärung: „Wer für den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen eintritt, trägt damit auch Sorge für das Recht der jungen Generation auf Anerkennung und eine sinnerfüllte Zukunft in der Gesellschaft."

Die Unterzeichner treten mit ihrer gemeinsamen Erklärung für einen Religionsunterricht an Berufsschulen ein, der durch die Vermittlung religionsfachlicher Kompetenzen auch personale, gesellschaftliche, soziale, ökologische und ökonomisch bedeutsame Schlüsselqualifikationen vermittelt. Kirchen, Handwerk und Gewerkschaft streben danach, alle Möglichkeiten zu nutzen, um eine vollständige Abdeckung des Religionsunterrichts an den Berufsschulen mit ausgebildetem Fachpersonal sicherzustellen. Im Sinne der ökumenischen Offenheit werden gleichzeitig Bestrebungen begrüßt, Religionsunterricht für andere anerkannte Religionsgemeinschaften einzurichten.

In Hessen besuchten im Schuljahr 2013/14 circa 190.000 Schülerinnen und Schüler berufsbildende Schulen. Etwa 117.000 gehörten einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Knapp die Hälfte von ihnen nahm am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teil und wurde dabei von rund 630 Religionslehrkräften unterrichtet. (pdp-n-15.12.2014)

Hier finden Sie den Text der gemeinsamen Erklärung im Wortlaut.

 

 

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