Schule und Erziehung

Dekanatskatechetenkonferenz in Paderborn - 2. Jahrestreffen im Liborianum

Domkapitular Joachim Göbel (Mitte) begrüßte die Teilnehmer der 2. Dekanatskatechetenkonferenz, Roland Gottwald, Schulrat i. K. (li.) und Gerhard Krombusch, Leiter des IRUM (re.), unterstützten ihn in der Moderation. Im Paderborner Liborianum trafen sich zum zweiten Mal die Dekanatskatechetinnen und -katecheten mit Referenten der Hauptabteilung Schule und Erziehung. Geleitet wurde das Arbeitstreffen von Domkapitular Joachim Göbel, Leiter der Schulabteilung. Dieser betonte in seiner Einleitung zur Tagung die Bedeutung des Ortes Schule zur Vermittlung der Botschaft des Evangeliums und eines religiösen Grundwissens. Denn hier ist der Ort, an dem Kirche immer noch die meisten Kinder und Jugendlichen antreffe. In diesem Zusammenhang betonte er die Bedeutung der Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn, die zunehmend die Funktion von Leuchttürmen in ihren Dekanaten und darüber hinaus übernähmen.

Im Mittelpunkt des Treffens stand ein Erfahrungsaustausch. Die Dekanatskatecheten berichteten von ihren Auftaktveranstaltungen in den einzelnen Dekanaten, von denen oft die Initiative zur Bildung einer Fachkonferenz vor Ort ausging. Die Veranstaltungen waren durchweg gut besucht, die Erfahrungen positiv. In vielen Dekanaten existiert mittlerweile eine arbeitsfähige Fachkonferenz, die die Anliegen von Schule, Religionsunterricht und Pastoral im Dekanat in den Blick nimmt. Ein ausdrücklicher Dank richtete sich auch an Wolfgang Tuschhoff, der die neu eingerichtete Projektstelle Kirche und Schule auf Dekanatsebene seit September letzen Jahres mit Leben füllt und in dieser Eigenschaft direkter Ansprechpartner für die Dekanatskatecheten ist. Diese wünschten sich vielfach eine bessere organisatorische Unterstützung durch die Dekanatsstellen.

Die Dekanatskatechetinnen und -katechten hielten ihre bisherigen Erfahrungen und Wünsche für die Zukunft auf verschiedenfarbigen Karteikarten fest. Schulrat i. K. Roland Gottwald erläuterte in seinem Beitrag die Rahmenbedingungen des Religionsunterrichtes. Zwar sei weiterhin die Zahl der Abmeldungen vom Religionsunterricht gering (1%), doch nehme in der konfessionellen Struktur aller Schüler die Zahl der katholischen (und evangelischen) prozentual ab. Ein Wachstum verzeichnen die Schüler islamischen Bekenntnisses. Durch die Zusammenlegung benachbarter Grundschulen nehme die Zahl der Bekenntnisschulen ab. An den drei Hochschulstandorten in Paderborn, Dortmund und Siegen gebe es z. Zt. 1.500 Studierende im Fach Katholische Theologie, die durch die Mentoratsmitarbeiter betreut werden. Die bisher durchgeführten Visitationen zeigen, dass es bereits vielfältige Kontakte zu Schulen und Religionslehrerinnen und -lehrern in den Dekanaten gebe.

Christoph Quasten M. A., Leiter des Referates Medienarbeit im IRUM, stellte auf der zukünftigen Homepage der Schulabteilung die Unterstützungsmöglichkeiten für die Arbeit der Dekanatskatecheten vor und ermunterte sie, diese Möglichkeiten einer aktuellen Informations- und Serviceplattform zu nutzen und eigene Erfahrungsberichte einzustellen.

Hinsichtlich der religionspädagogischen Fortbildung verabredeten die Teilnehmer eine intensivere Umsteuerung auf ein Regionalitätsprinzip. Dr. Siegfried Meier, Leiter des Referates Religionspädagogik im IRUM, bot für die Planung und Umsetzung der Fortbildung die Kompetenzen seines Referates an. Die Initiative soll aber zukünftig verstärkt von den Dekantskatecheten ausgehen, da diese den Bedarf vor Ort am besten einschätzen könnten.

Ferner verabredete die Konferenz, dass die Dekanatskatecheten in den Bereichen  Visitation, Unterrichtsausfall und -versorgung sowie Entwicklung der Bekenntnisschulen stärker eingebunden werden sollen.

Hinsichtlich der Gestaltung der Dekanatskatecheten-Konferenzen verabredeten die Teilnehmer die Beibehaltung eines Jahresrhythmus an wechselnden zentralen Orten im Erzbistum.

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