Schule und Erziehung

„Wir haben es tatsächlich geschafft“: Jugendliche präsentieren ihre eigenen Medienprojekte

Groß war die Freude bei den Gewinnern des Wettbewerbs \"Selfie mit Gott\" im Paderborner Heinz-Nixdorf-Museumsforum. Paderborn/München, 9.11.2015 Wer Gott bei Twitter sucht, findet ihn tausendfach. Genauso bei Face­book, Instagram oder Tumblr. Doch welche Rolle spielt Gott wirklich im Leben junger Menschen? Hierauf eine Antwort zu finden war die Auf­gabe des Medienwettbewerbs „Meine Story mit Gott“, den das Bonifati­uswerk in Kooperation mit der katholischen Journalistenschule ifp ausgerufen hatte. Die drei Gewinnergruppen, ein Religionskurs der Kopernikusschule in Freigericht in Hessen, eine Schul­klasse der B.M.V. Schule in Essen und eine Mädchengruppe aus Murnau in Bayern, sind am Samstagabend (7.11.2015) während einer Gala-Veranstaltung im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn geehrt worden.

„Dieser Wettbewerb ist ein wichtiger Schritt, um Jugendliche zur Ausein­andersetzung mit Themen des Glaubens anzuregen“, sagte Paderborns Erzbischof Hans-Josef Becker, der die Schüler in Paderborn begrüßte. „Ich bin froh, dass es mit dem Wettbewerb gelungen ist, bundesweit Jugendliche anzuspre­chen und zu motivieren, sich intensiv Gedanken über Themen unseres Glaubens zu machen.“ Aus 27 Einsendungen mit Ideen und Konzepten aus ganz Deutschland hatte eine Jury die drei Preisträger ausgewählt. Zusammen mit Trainern des ifp durften sie ihre Idee dann realisieren.

Die Schüler des Religionskurses der Kopernikusschule in Freigericht wollten mit ihrem Film über den Tellerrand hinausblicken und erkun­den, welche Gotteserfahrungen Menschen in anderen Ländern haben. Dazu haben sie in einer Straßenumfrage mit ihren Smartphones Aussa­gen von Menschen aus über 20 Ländern, unter anderem aus Hongkong, Indien, Tansania, Ägypten, Italien, Belgien, Frankreich oder Weißrussland, gesammelt. Mit der Hilfe von ZDF-Redakteurin Miriam Steimer und ifp-Techniker Tobias Schierle ist schließlich ein Kurzfilm entstanden. „Wir haben es tatsächlich geschafft, unsere Idee im Film zu verwirklichen“, freute sich Chiara mit den übrigen sichtlich erleichterten Schülern der Oberstufe der Kopernikusschule in Freigericht.

Ein Blog mit Podcast-Folgen, der verdeutlicht, wie präsent Gott in den sozialen Medien ist, das ist das Ergebnis der 16 Schüler des Religionskur­ses an der „Beatae-Mariae-Virginis“-Schule in Essen. In den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter fanden die Schülerinnen unter dem Schlagwort „Gott“ viele verschiedene Texte und Fotos. Einige dieser Fundstücke wurden dann für die Podcastserie mit Gästen diskutiert. „Wir haben herausgefunden, dass Gott häufig in Alltagssituationen als Teil des Erstaunens oder der Verstärkung verwendet wird und nicht nur im Zu­sammenhang mit Religion oder Kirche“, erklärte Stanley Vitte, Journalist aus Düsseldorf, der das Projekt mit den Jugendlichen umgesetzt hat.

Die acht Mädchen der Murnauer Gruppe „Ladies Night“ haben sich damit auseinander gesetzt, ob Gott Jugendlichen heute noch eine Stütze sein kann. Ihr Kurzfilm handelt von einem Mädchen, das in eine Clique gerät, die den Eltern nicht gefällt. Zufällig betritt sie eine Kirche, wo sie ein anderes Mädchen trifft, das auch der Clique angehört und die zu Gott betet. Zum ersten Mal macht sie sich Gedanken über ihren Glauben, über Gott. „Wir wollten auf jeden Fall eine authentische Geschichte erzählen. Sie soll ausdrücken, dass man sich nicht für den Glauben schämen muss. Dass man Spaß im Leben haben darf, auch feiern darf und trotzdem glauben kann“, sagte Mirjam aus der Mädchengruppe.

Moderiert von Maite Kelly und nach einem exklusiven Konzert von Judy Bailey erhielten die Preisträger am Samstagabend vor 250 Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft ihre Auszeichnung. „Egal, ob mit Kame­ra, Mikrofon oder Block und Stift, wir wollten erreichen, dass sich die Jugendlichen etwas trauen, sich ausprobieren. Die Kombination aus der Auseinandersetzung mit dem Glauben und dem Erlangen von Medi­enkompetenz ist dabei ein wertvoller Zugewinn für die Jugendlichen“, erklärte Bernhard Remmers, Journalistischer Direktor des ifp.

Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, sieht in dem Wettbewerb eine weitere Bedeutung: „Jugendliche benöti­gen Orientierung und Gemeinschaft in ihrem Leben, um zu einer star­ken Persönlichkeit heranwachsen zu können. Doch dies ist nur möglich, wenn Jugendlichen die Chance gegeben wird ihre eigenen Erfahrungen zu machen, auch mit ihrem Glauben, mit Gott. Denn nur was ich selbst erlebe, kann ich auch später weitergeben.“

Die Beiträge der Jugendlichen werden auf der Website des Wettbewerbs präsentiert: http://www.bonifatiuswerk.de/story_mit_gott_gewinner 

Kontakt für Rückfragen: Bernhard Remmers, katholische Journalistenschule ifp, Kapuzinerstr. 38, 80469 München. Tel.089-549103-14, mobil 0172-5239316, E-Mail: remmers@journalistenschule-ifp.de

 

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