Schule und Erziehung

Katholische Schule – anschaulich erklärt in vier Sprachen

Paderborn, 24.8.2016 (pdp). Mit dem neuen Schuljahr stehen Schulen auch neu vor der Herausforderung, geflüchtete Kinder beim Einstieg in den Schulunterricht in Deutschland zu unterstützen. Das Erzbistum Paderborn hat jetzt einen Flyer herausgegeben: Unter dem Titel „Was ist eine katholische Schule?“ erklärt die Broschüre auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch, dass katholische Schulen genauso funktionieren wir staatliche Schulen – und doch ein ganz eigenes Profil haben. „Der Flyer soll helfen, Flüchtlingsfamilien unabhängig von ihrer Konfession die Schwellenangst vor einer katholischen Schule zu nehmen“, so Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn.

Flyer "Was ist eine katholische Schule?"

Die Broschüre gibt einen kompakten Überblick, was eine katholische Schule ist und was sie im Besonderen kennzeichnet. In Deutschland gibt es neben einer Vielzahl an staatlichen Schulen auch kirchliche Schulen, die grundsätzlich die gleichen Aufgaben, jedoch zusätzlich eine christliche Ausrichtung haben. Das heißt, der Unterricht an kirchlichen Schulen folgt denselben Richtlinien und Lehrplänen, die auch für staatliche Schulen gelten. Als wichtiges Wesenselement katholischer Schulen werden hier die Inhalte aber vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens bewertet und beurteilt. Der Besuch einer katholischen Schule ist kostenlos.

Auch Schülerinnen und Schüler anderer Religionen und Konfessionen können grundsätzlich katholische Schulen besuchen. „Religion und Glaube prägen das Schulleben an unseren Schulen entscheidend. Schülerinnen und Schüler anderer Religionen oder ohne Bekenntnis erfahren an unseren Schulen jedoch einen hohen Respekt und eine herzliche Offenheit, die im christlichen Menschenbild begründet ist“, erklärt Msgr. Joachim Göbel.

Hintergrund: Flüchtlingshilfe an katholischen Schulen

Für Kinder von Asylbewerbern besteht Schulpflicht, sobald sie einer Gemeinde zugewiesen sind und ihr Aufenthalt gestattet ist. Reichen die Sprachkenntnisse schulpflichtiger Kinder von Asylbewerbern für den Regelunterricht noch nicht aus, können sich die Kinder in so genannten Auffangklassen auf den Regelunterricht vorbereiten. An katholischen Schulen im Erzbistum Paderborn gibt es solche Auffangklassen beispielsweise an der Hildegardis-Schule in Hagen, am St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn, an den Ursulinenschulen in Werl, am St.-Ursula-Gymnasium in Neheim und bald auch am Mallinckrodt-Gymnasium in Dortmund. Im vom Erzbistum Paderborn getragenen Internat Collegium Bernardinum in Attendorn leben zudem seit September 2015 rund 20 unbegleitet geflohene Kinder und Jugendliche, die bisher am St.-Ursula-Gymnasium beschult wurden. Eine aktive Flüchtlingsarbeit findet an allen Schulen des Erzbistums Paderborn statt – von unterstützter Einzelintegration in den Regelunterricht und Sprachkursen für Geflüchtete über Spendenaktionen und gemeinsame Freizeitgestaltung und weitere Projekte. Die vielfältigen Unterstützungsangebote werden an allen Schulen von der Schulgemeinschaft aus Schülern, Lehrern und Eltern engagiert getragen.

(pdp-n-16.08.2016)

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