Schule und Erziehung

Abschluss der Fortbildung Schulpastoral

Die Absolventinnen und Absolventen des Fortbildungskurses Schulpastoral erhielten aus der Hand von Benedikt Bohn jetzt ihre Zertifikate, die ihnen im Rahmen einer heiligen Messe übergeben wurden. Tagungsort war immer die katholische Akademie in Schwerte Dortmund/ Paderborn, 12.12.2017 „Give me 5“, „Reformationsjubiläum – wir feiern ein Christusfest“, „Seelsorgliche Beratung an der Schule“, „Bausteine für eine Kirchenraumentdeckung“ und „Das Who is who der Krippe“: das waren die fünf Abschlussprojekte der 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Anfang Dezember aus der Hand vom stellvertretenden Hauptabteilungsleiter Benedikt Bohn in Vertretung für Dompropst Joachim Göbel ihr Zertifikat zum Abschluss der Fortbildung Schulpastoral entgegennehmen konnten.

Über gut 15 Monate hinweg hatten sie sich in 6 Kursblöcken über jeweils 4 Tage mit unterschiedlichen Themen auseinandergesetzt, um so ihre persönliche Motivation für die Schulpastoral zu festigen. Im ersten Kursteil ging es neben einem guten Kennenlernen der Kursgruppe stark um den biographischen Anteil eines und einer jeden: welche Erfahrungen mit Seelsorge habe ich gemacht, was hat mich geprägt, welche Rolle habe ich gegenwärtig in der Schule, welche Kompetenzen in Seelsorge? Aber auch die kirchlichen Grundfunktionen von Schulpastoral wurden intensiv betrachtet.

Der zweite Kursblock stand ganz im Zeichen des Blicks auf die Menschen am jeweiligen Schul- und pastoralen Ort: welchen Zielgruppen begegnen die Teilnehmenden an ihren Schulen, welche Angebote gilt es zu setzen. Ganz konkret planten die Teilnehmer/innen in diesem Block schon erste Umsetzungen – orientiert an den Gedanken des Entrepreneurship.

„Beratung und seelsorgliche Begleitung“ war der dritte Kursteil überschrieben. Bardo Schaffner (früher IfL) zog die Gruppe mit zahlreichen Übungen und Grundlagen zu Kommunikation und ihren Störungen, zum eigenen Rollenverhalten in Konflikt-, Seelsorge- und Beratungsgesprächen in den Bann. Besonders hilfreich war der Blick des Profis auf spezielle Szenen aus dem schulischen Alltag, die die Teilnehmer/innen mitgebracht hatten.

Da im Schulalltag immer wieder Krisen entstehen durch Verluste und Tod und gerade die Religionslehre/innen und Mitarbeiter/innen in der Schulpastoral hier gefragt sind, galt es im vierten Kursblock, eigene Krisenerfahrungen aufzunehmen und sich des Themas Tod und Trauer bei Kindern und Jugendlichen zu widmen. Angeleitet durch Kornelia Weber von der Deutschen Hospizakademie konnte dieses Lebens- und Todesthema sensibel ausgelotet werden.

Schulliturgie ist häufig ein zentrales Thema in der Schulpastoral. Unter der Leitung des Schauspielers und Regisseurs Bernward Konermann stand das Thema „Verkündigung“ auf der Tagesordnung. Sich selbst auszuprobieren in Verkündigung, Segen etc. war sehr hilfreich und unterstützend für diesen Aspekt von Schulpastoral.

„Schule als mein pastoraler Ort“ war das Thema des Abschlussblocks und hier galt es, die Ernte einzufahren für eineinhalb Jahre intensiver Beschäftigung mit dem großen Thema Schulpastoral. Alle Teilnehmer/innen hatten in Kleingruppen Projektarbeiten erstellt. Beeindruckt von der Vielzahl der Ideen und den neuen Möglichkeiten daraus für sich selbst, kamen die Teilnehmer/innen zu einer sehr positiven Auswertung der gesamten Fortbildung.

Neben den eingeladenen Fachreferenten hatten Annette Kochanek, Schulseelsorgerin und Schulsozialarbeiterin an der Ursulinenrealschule Werl und Adelheid Büker-Oel, zuständig für Lehrerpastoral in der HA Schule und Erziehung , die Gesamtleitung dieser Fortbildung. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Kurses“, waren sich beide einig. „Nach der Neukonzipierung konnte noch an der ein oder anderen Stellschraube gedreht werden, so dass es wohl gelungen ist , in jeder und jedem der Teilnehmenden das Bewusstsein für diesen Dienst an den Schulen über das schon Vorhandene hinaus zu erweitern. Und dennoch gilt es diesen Kurs immer weiter zu entwickeln, damit diese Fortbildung weiterhin gewinnbringend bleibt.“

Die Teilnehmer/innen des Kurses arbeiten zu einem großen Teil an staatlichen Schulen, einige an kirchlichen oder erzbischöflichen Schulen oder auch als Gemeindereferentinnen, die nun alle auch der Verknüpfung von Schule als pastoralem Raum im pastoralen Raum mehr Bedeutung geben wollen.

 

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