Schule und Erziehung

„Man lernt nie aus.“ Ein Portrait von Edelgard Schnelle zum 40jährigen Dienstjubiläum

Im Büro von Edelgard Schnelle kreuzen sich viele Wege der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulabteilung – nicht nur wegen der Postfächer.Paderborn, 10.12.2013 Eigentlich sollte es nur ein Ferienjob sein, der die Zeit zwischen dem Ende der Ausbildung und dem Beginn eines BWL-Studiums überbrücken sollte. Als Edelgard Schnelle nach Abschluss der Handelsschule und der dreieinhalb-jährigen Ausbildung zur Steuerfachgehilfin im Sommer 1973 in der Personalabteilung des Erzbischöflichen Generalvikariates am Domplatz nach einem Ferienjob fragte, erhielt sie kurz und knapp die Antwort: „Wir haben hier im Augenblick keine Stelle frei, aber gehen Sie doch mal rüber ins Offizialat.“ Das ließ sich die tatkräftige 20jährige nicht zweimal sagen und hatte prompt Erfolg, denn hier suchte man noch jemanden. Statt eines Aushilfsvertrags erhielt sie gleich zu ihrer eigenen Überraschung eine Festanstellung – und blieb für die kommenden 40 Jahre dem Generalvikariat als Arbeitgeber treu.

Nach zwei Jahren im Offizialat und einem kurzen, halbjährigen Intermezzo im Bereich Frauenseelsorge/ KFD bei Prälat Franz Hochstein kam Edelgard Schnelle 1976 schließlich in die damals im Aufbau befindliche Hauptabteilung Schule und Erziehung. Hier sind ihre Person und ihre Arbeit nicht mehr wegzudenken. Sieben Abteilungsleitern in der Schulverwaltung stand sie im Sekretariat zur Seite. Alle wussten ihre Erfahrung, ihren Einsatz und ihre Loyalität nicht nur in der Anfangsphase ihrer Tätigkeit sehr zu schätzen.

Ihre derzeitige Tätigkeit beschreibt Edelgard Schnelle knapp und präzise: „Im Sekretariat der Abteilung 4.4. bin ich dem Abteilungsleiter Schulverwaltung direkt unterstellt. Ferner arbeite ich für die Stabsstelle Grundsatz-, Rechts- und Personalfragen RU von Herrn Gottwald sowie Sekretariat/ Rechnungswesen für die Geschäftsstelle KED im Erzbistum Paderborn und bin außerdem tätig als ständige Vertretung der Sekretärin des Hauptabteilungsleiters“ Den Wandel in der Tätigkeitstruktur eines Sekretariats nimmt sie eher mit Freude und Wohlwollen zur Kenntnis: „Das Briefeschreiben im Zeitalter der Schreibmaschine war doch oft sehr mühsam und bei Korrekturen sehr aufwändig. Heute schreiben die meisten ihre Korrespondenz in Form von E-Mails selbst.“ Daher hat sich die Sekretariatstätigkeit mehr in eine „Assistenz-Aufgabe“ verlagert. Hier kann Edelgard Schnelle ihre Stärken und ihre Tatkraft ausspielen: „Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung kann ich im inhaltlichen Bereich und bei organisatorischen Angelegenheiten den Verwaltungsleiter in seiner Arbeit oft entlasten.“

Wer glaubt, dass nach 40 Dienstjahren das Interesse an Fortbildungen erloschen ist, der irrt, zumindest bei Edelgard Schnelle. Gern blättert sie aufmerksam den Fortbildungskalender für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erzbischöflichen Generalsvikariats durch und meldet sich auch für Themenbereiche wie „Einführung der Doppik“ (doppelte Buchführung) an, die zwar im Augenblick noch Neuland für sie sind, aber wichtig werden für die Arbeit der kommenden Jahre. Ihr Motto ist einfach und richtig zugleich: „Man lernt nie aus.“

Die Tür zu ihrem Büro am Ende des Flures steht immer offen. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen, immer steckt jemand aus der Schulabteilung seinen Kopf durch den Spalt der Tür. Der Grund scheint ganz einfach, doch es steckt mehr dahinter. Im Büro von Edelgard Schnelle befinden sich die Postfächer der einzelnen Referenten und Abteilungen der Schulabteilung. Hier holen alle ihre Hauspost ab und bringen die ausgehende Post hin. Für jeden hat Edelgard Schnelle ein freundliches, und wenn nötig auch ein aufmunterndes Wort. Jeder kommt gern mit ihr in Kontakt, immer wieder ergeben sich kurze Gespräche am Rande, die bei dienstlichen Fragen und manchmal darüber hinaus weiterhelfen. Man hat den Eindruck: Alle kommen gern in dieses Büro.

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