Schule und Erziehung

„Gott will für uns ein Leben in Fülle“

1.500 Schüler und ihre Lehrer kamen zur Domwallfahrt der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen, um mit Erzbischof Hans-Josef Becker einen Gottesdienst zu feiern.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 12. Juli 2017 (pdp). Schützenfeste, Wallfahrten und auch das jährliche Libori-Fest … Eigentlich sind die Bewohner der Bischofsstadt Paderborn mit großen Prozessionen vertraut, doch als am Mittwoch, 12. Juli 2017, rund 1.500 Schüler mit ihren Lehrern feierlich in den Paderborner Dom einzogen, um mit Erzbischof Hans-Josef Becker einen Gottesdienst zu feiern, war dies für alle eine eindrucksvolle Erfahrung. Die Sechsklässler der sechzehn an der Wallfahrt teilnehmenden Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn waren gemeinsam mit ihren Lehrern und Schulseelsorgern der Einladung von Erzbischof Becker zur Domwallfahrt nach Paderborn gefolgt. Die Wallfahrt fand jetzt bereits zum siebten Mal kurz vor dem Beginn der Sommerferien statt. Das Leitwort für die jungen Pilger aus dem ganzen Erzbistum lautete „Zu den Quellen“ und das nicht nur im wörtlichen Sinn als Pilgerweg an die Quellen der Pader.      

Die gemeinsame Wallfahrt der Sechsklässler der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen hatte am Morgen vor den Toren Paderborns begonnen: Die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Orten des Erzbistums waren vom Heinz-Nixdorf-MuseumsForum in einem gemeinsamen Pilgerzug an der Pader entlang zu einer Statio auf dem Schulhof der Schulen St. Michael gezogen, wo Dompropst Monsignore Joachim Göbel als Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat sie erwartete und freudig begrüßte.  

In einem eindrucksvollen Pilgerzug zogen die rund 1.500 jungen Wallfahrer zum Hohen Dom. Jede Schule hatte ihre eigene Fahne mitgebracht.pdp / Thomas Throenle Mit Krügen schöpften einige der jungen Wallfahrer Wasser aus den Quellen der Pader. Dompropst Göbel stellte die an der Wallfahrt teilnehmenden Schulen und den jeweiligen Schulseelsorger kurz vor. Die teilnehmenden Schüler jubelten begeistert, als die jeweilige Schulfahne erhoben wurde.  

Zum Abschluss der Statio auf dem Schulhof der Michaelschulen betete Dompropst Göbel: „Allmächtiger Gott, aus den verschiedenen Orten unseres Erzbistums hast du uns heute hierher nach Paderborn geführt. Sei uns nahe mit deinem Heiligen Geist, damit diese Wallfahrt eine Quelle der Kraft und Freude wird.“ Im Anschluss an die Statio setzte sich der Pilgerzug in Richtung Dom in Bewegung. Im Paradiesportal des Hohen Domes wurden die jungen Pilger von Erzbischof Hans-Josef Becker erwartet und willkommen geheißen.  

Der Gottesdienst im Hohen Dom zu Paderborn verdeutlichte in einer eindrucksvollen Atmosphäre die Pilgergemeinschaft der Schüler und Lehrer der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen: Als Zeichen der Verbundenheit brannten Kerzen aller sechzehn teilnehmenden Schulen auf dem Altar des Hohen Doms. Diese hatten Schüler im Anschluss an die Fürbitten zum Altar getragen, wo sie entzündet wurden. Im Gottesdienst segnete Erzbischof Hans-Josef Becker das aus der Pader geschöpfte Wasser und besprengte anschließend die Wallfahrer mit dem Wasser als Erinnerung an die Taufe. Erzbischof Becker führte bei der Segnung des Wassers aus, dass Weihwasser an die eigene Taufe erinnere, daran, dass Christen als Kinder Gottes nicht Gast im Hause Gottes seien, vielmehr in der Kirche und im Gotteshaus ein zu Hause hätten.  

Zu Beginn des Gottesdienstes segnete Erzbischof Becker aus der Pader geschöpftes Wasser und besprengte anschließend damit die Schülerinnen und Schüler als Erinnerung an ihre Taufe.pdp / Thomas Throenle Über dem Altarraum, im Hoch-Chor des Paderborner Domes, standen Schülerinnen und Schüler, die die Schulfahne ihrer Schule hielten und so ein buntes Bild der Vielfalt der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen vermittelten. Die Schulseelsorger der teilnehmenden Schulen feierten gemeinsam mit Erzbischof Hans-Josef Becker und Dompropst Monsignore Joachim Göbel den Gottesdienst.  

Erzbischof Hans-Josef Becker betete im Tagesgebet: „Allmächtiger Gott, steh allen jungen Menschen bei, die sich zu Christus bekennen. Gib, dass sie das Geheimnis deiner Liebe zu uns Menschen immer tiefer erfassen, und im Glauben und in der Hoffnung wachsen.“ Als Andenken an die Domwallfahrt erhielten die Mädchen und Jungen kleine Holzkreuze: Geschmückt mit dem Bild des Pfaus als Zeichen für den Bistumspatron Liborius werden diese Pilgerzeichen die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Ferienwochen und in der weiteren Schulzeit an diesen Tag erinnern.  

Erzbischof Hans-Josef Becker erwartete die jungen Pilger der sechszehn teilnehmenden Schulen in Trägerschaft des Erzbistums im Paradiesportal des Hohen Domes.pdp / Thomas Throenle Studentenpfarrer Domvikar Nils Petrat und Benedikt Bohn, Leiter der Abteilung Schulpastoral der Hauptabteilung Schule und Erziehung des Erzbischöflichen Generalvikariates, nannten „Kraftquellen“ der Schülerinnen und Schüler, die diese auf Karten aufgeschrieben hatten: Sport, Musik, Natur, Freunde, Familie, Gebet und Gott. Im Anschluss stellten sie Erzbischof Becker einige Fragen, die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld formuliert hatten. Dabei fragten sie Erzbischof Becker auch nach seinen „Kraftquellen“, nachdem er in einer „Schnellfragerunde“ sein Alter genannt hatte, sich als „Sauerländer“ bezeichnete und sagte, dass er ursprünglich einmal Lokführer werden wollte. Bereits zweimal habe er Papst Franziskus begegnen dürfen und in seiner Freizeit höre er gerne Musik. Der Glaube und die Erfahrung, dass er nicht allein gehe, vielmehr in Jesus Christus einen treuen Begleiter habe, sei ihm Kraftquelle, so der Paderborner Erzbischof weiter. Es sei sein Wunsch, möglichst vielen Menschen Freude an Gott zu vermitteln, denn diese Freude an Gott schenke Kraft für das Leben. Gefragt nach dem „Sinn des Lebens“ sagte Erzbischof Becker, dass er überzeugt sei, dass der Mensch das Leben nicht selbst gemacht habe, es den Menschen vielmehr von Gott geschenkt wurde. „Gott hat uns gerufen und berufen zu einem Leben in Fülle. Diese Fülle und Erfüllung ist das Ziel und der Sinn des menschlichen Lebens.“  

1.500 Schüler und Lehrer kamen zur Domwallfahrt der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen. Bei der Statio wurden sie von Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, begrüßt.pdp / Thomas Throenle Zu Beginn des Gottesdienstes erläuterte Dompropst Monsignore Göbel die Bedeutung der Domwallfahrt der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen: „Der Hohe Dom zu Paderborn ist die Kirche des Bischofs von Paderborn, hier werden an den Hochfesten und täglich Gottesdienste gefeiert, hier werden Priester geweiht, Gemeindereferenten ausgesandt, in der Karwoche die heiligen Öle geweiht, der Dom ist die Mutterkirche des Erzbistums.“ Der Paderborner Dom sei zugleich eine Wallfahrtskirche: „Als junge Wallfahrer begrüße ich euch hier in eurer Kirche, in eurem Zuhause.“  

Musikalisch begleiteten den Gottesdienst eine Gruppe der Mädchenkantorei am Hohen Dom unter der Leitung von Domkantorin Gabriele Sichler-Karle, eine Band aus Studierenden und Mitarbeitern der Universität Paderborn und Domorganist Tobias Aehlig an der Orgel.  

Aufgrund der Wetterprognose für den Mittwoch-Nachmittag wurde bereits am Montag entschieden, dass das ursprünglich für den Nachmittag vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit seinen Mitgliedsverbänden geplante Programm auf dem Freigelände des Heinz-Nixdorf-MuseumForum nicht stattfinden würde, die Schülerinnen und Schüler sich gemeinsam mit ihren Lehrern vielmehr die informative und beeindruckende Ausstellung in Deutschlands größtem Computer-Museum anschauen können.      

Hintergrund: Domwallfahrt  

Das Heinz-Nixdorf-MuseumsForum war das Ziel der Schülerinnen und Schüler am Nachmittag der Domwallfahrt.Jan Braun und Team HNF Die Domwallfahrt der 6. Klassen aller Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn findet 2017 zum siebten Mal am Ende des Schuljahres statt. Die Domwallfahrt nimmt Bezug auf das Leitbild der Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn „Miteinander lernen, leben, glauben“. Dieses Leitbild sieht unter anderem vor, die Verbindung von Schule und Kirche am Ort (Erzbistum, Dekanat, Pfarrei, Pastoraler Raum) zu stärken. Prägend für die Domwallfahrt ist der Gedanke des Pilgerns, unter anderem mit dem Gebet am Grab des Bistumspatrons, dem hl. Liborius. In Gottesdienst und Begegnung erfahren sich die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise als (Weg-)Gemeinschaft. So setzen sie das Leitbild der Schulen in Trägerschaft des Erzbistums um und lassen es erfahrbar werden.

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