Schule und Erziehung

„Wir sind stolz auf unsere Schule“

Das Edith-Stein-Berufskolleg hat nun einen „Raum der Stille“. V.l.n.r.: Architekt Professor Zvonko Turkali, Stellvertretender Schulleiter Wilfried Lappe, Pfarrer Thomas Stolz, Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 23. März 2017 (pdp). Ein „Raum der Stille“, eine Cafeteria für 180 Gäste, zusätzliche Klassen-, Fach-, Beratungs- und SV-Räume können von heute an am vom Erzbistum Paderborn getragenem Edith-Stein-Berufskolleg genutzt werden. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit segnete Dompropst Monsignore Joachim Göbel als Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat am Donnerstag die neuen Räumlichkeiten ein und feierte zugleich mit der Schulgemeinde das 40-jährige Namensjubiläum des Berufskollegs. „Wir sind stolz auf unsere Schule und die Arbeit, die hier geleistet wird. Die kontinuierliche räumliche Erweiterung der Schule aufgrund wachsender Schülerzahlen macht für uns als Schulträger deutlich, dass die Schule mit ihrem Profil und ihrem Leitbild angenommen und geschätzt wird“, so Dompropst Göbel in seiner Ansprache.  

Über die neue Cafeteria des Edith-Stein-Berufskollegs freuen sich Schüler und Lehrer. V.l.n.r.: Dr. Andreas Jolmes (Förderverein), Schulleiterin Dr. Magdalene Marx, Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Künstler Herman, Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca, Architekt Professor Zvonko Turkali, Landrat Manfred Müller, Pfarrer Thomas Stolz.pdp / Thomas Throenle Bereits im Jahr 1960 wurde an der Hermann-Kirchhoff-Straße in Paderborn eine Vorschule für Mädchen, die einen sozialen Beruf anstrebten, eröffnet. Das Erzbistum Paderborn übernahm diese im Jahr 1976 aus der Trägerschaft des Verbandes Katholischer Mädchensozialarbeit. Für die Schule wurde vor 40 Jahren die Heilige Edith Stein als Namenspatronin ausgewählt, eine faszinierende Persönlichkeit, die 1891 in einer jüdischen Familie in Breslau geboren wurde und 1942 in den Gaskammern von Ausschwitz den Tod fand. Als ehemalige Jüdin und Christin, Philosophin und Pädagogin, Pionierin eines modernen Frauenbildes und Karmelitin verleiht sie der Schule ein vielschichtiges Leitbild. Heute werden am Edith-Stein-Berufskolleg 739 Schülerinnen und Schüler von 56 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.  

Am Berufskolleg waren aufgrund des zunehmenden Nachmittagsunterrichts Räumlichkeiten für die Unterbringung einer Cafeteria notwendig. Da es hierfür im bestehenden Gebäude keinen Raum gab, wurde zu diesem Zweck ein Neubau geplant. Ebenso fehlte an der Schule ein Raum für Gebet, Meditation und Gottesdienst, ein „Raum der Stille“, der nach dem „Leitbild der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn“ an allen Schulen in erzbischöflicher Trägerschaft vorhanden sein soll. Diesem Merkmal ist das Erzbistum Paderborn mit dem Umbau, dessen Gesamtkosten sich insgesamt auf rund 8.500.000 Euro belaufen, nun gerecht geworden.  

Die neue Cafeteria und der neue „Raum der Stille“ des Edith-Stein-Berufskollegs sind über eine „Schulstraße“ verbunden, in der Bilder der Heiligen Edith Stein ausgestellt sind.pdp / Thomas Throenle Das Architekturbüro Turkali Architekten aus Frankfurt am Main hat die Planungen zu den Erweiterungsbauten übernommen. „Wir hoffen, dass der Umbau des Edith-Stein-Berufskollegs die Grundlage für ein gutes Zusammensein der Schulgemeinde bietet“, sagte Architekt Professor Zvonko Turkali. „Für uns Architekten ist es die größte Auszeichnung, wenn ein Gebäude anderen Menschen Freude bereitet.“ Dass diese Hoffnung begründet ist, weiß Schulleiterin Dr. Magdalene Marx: „In den vergangenen 40 Jahren war das Edith-Stein-Berufskolleg geprägt durch wachsende Studentenzahlen und Schüler, die sich wohlfühlen. Ich vertraue darauf, dass dies auch in den kommenden 40 Jahren das Schulbild prägen wird.“

Schülerinnen und Schüler sorgten für einen stimmungsvollen und kurzweiligen Verlauf der Einweihungsfeier. Im Hintergrund ein für die neue Cafeteria gestaltetes Bild des Künstlers Herman, das der Förderverein gestiftet hat.pdp / Thomas Throenle Als besonderes Geschenk zum Wohlfühlen in der Cafeteria wurde der Schule vom Vorsitzenden des Fördervereins des Edith-Stein-Berufskolleg, Dr. Andreas Jolmes, ein drei Meter mal 1,20 Meter großes Bild des Paderborner Künstlers Herman überreicht.   „Wie glücklich sich eine Region schätzen kann, deren Schulen erweitert werden müssen“, charakterisiert Landrat Manfred Müller die derzeitige Situation im Erzbistum Paderborn. „Schulen sind ein wichtiger Ort, um jungen Menschen eine religiöse Werteorientierung zu vermitteln. An einem Berufskolleg, wie dem Edith-Stein-Berufskolleg, das zukünftige Fachkräfte im soziale, erzieherischen und pflegerischen Bereich ausbildet, ist dieses Merkmal umso wichtiger, da die Schulabgänger die vermittelten Werte unmittelbar an die nächsten Generationen weiter geben“, so Landrat Müller. Der Festakt zur Einweihung der neuen Räume wurde von Schülerinnen und Schülern stimmungsvoll und kurzweilig gestaltet.

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